Schlechte Hopfenernte Dürre-Sommer könnte Bierpreise steigen lassen

Der Extrem-Sommer hat die Nachfrage nach Bier zunächst deutlich anwachsen lassen - doch die Hitze machte auch Hopfen und Gerste zu schaffen. Auf Biertrinker könnten deshalb 2019 höhere Preise zukommen.

Bier-Zapfanlage
DPA

Bier-Zapfanlage


Wegen der mageren Hopfen- und Getreideernte dieses Jahr müssen sich Biertrinker auf steigende Preise einstellen. "Mit zwei Prozent ist es nicht mehr getan. Es muss zu einer spürbaren Preisveränderung kommen", sagte ein Sprecher der Privaten Brauereien Bayerns auf der Getränkemesse Braubeviale in Nürnberg.

Verbandspräsident Georg Rittmayer sagte den "Nürnberger Nachrichten", hohe Energiekosten und steigende Rohstoffpreise ließen den Brauern keine andere Wahl. "Mit großer Sorge" habe die Branche die Ernte von Getreide und Hopfen verfolgt. Wegen des extrem trockenen Sommers fiel besonders die Hopfenernte in Deutschland schlechter aus.

Erst Mitte Oktober hatte eine aktuelle Studie in der Fachzeitschrift "Nature Plants" einen deutlichen Rückgang der Gerste-Ernten durch kommende Hitze- und Dürreperioden weltweit prognostiziert. Ihr Ergebnis: Je höher die Temperaturen, desto höher der Bierpreis.

Bier: Zu welchem Konzern gehört welche Marke?

Auf dem Weltmarkt ist die Lage aktuell noch nicht so angespannt. Und vielerorts ist sie beim Hopfen derzeit sogar besser als in Deutschland, wie der Verbandssprecher erklärte. Aber deutsche Brauer versuchten weitgehend, sich mit deutschem Hopfen zu versorgen.

Der Absatz diesen Sommer dagegen war für viele Brauereien außerordentlich gut. Viel Sonne und kaum Regen sowie die Fußball-WM ließen ihre Umsätze steigen. Einigen Brauereien gingen sogar die Pfandflaschen aus.

apr/dpa



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