Kauf osteuropäischer Biermarken Pilsner Urquell wird japanisch

Einige der bekanntesten Biermarken Osteuropas gehören bald einem japanischen Konzern. Das Unternehmen Asahi übernimmt unter anderem Pilsner Urquell, Tyskie und Dreher. Komplett freiwillig gibt Vorbesitzer AB InBev sie nicht ab.
Pilsner-Urquell-Flaschen nach der Abfüllung in Pilsen

Pilsner-Urquell-Flaschen nach der Abfüllung in Pilsen

Foto: DAVID W CERNY/ REUTERS

Der japanische Brauereikonzern Asahi   übernimmt die tschechische Biermarke Pilsner Urquell und fünf weitere Sorten aus Mittel- und Osteuropa. Asahi teilte am Dienstag mit, man zahle für die bisher zum Branchenprimus AB InBev gehörenden Marken rund 7,3 Milliarden Euro.

Der Verkauf der Biere in Osteuropa steht in Zusammenhang mit der Megafusion von AB InBev mit SAB Miller. Um die Freigabe durch die Wettbewerbshüter zu sichern, trennen sich die beiden Konzerne von Beteiligungen. SAB Miller hat bereits die Marken Peroni aus Italien und Grolsch aus den Niederlanden an Asahi verkauft.

AB InBev hat seinen Hauptsitz in Belgien. Für die Übernahme des britischen Konkurrenten SABMiller zahlte der Konzern insgesamt 103 Milliarden US-Dollar. Der fusionierte Konzern macht eigenen Angaben zufolge einen Umsatz von 55 Milliarden Dollar. Die Japaner machen derzeit 16 Prozent ihres Umsatzes in Übersee. Durch die Zukäufe in Osteuropa soll der Anteil auf etwa ein Viertel gesteigert werden. Auf dem Heimatmarkt hat sich das Wachstum in letzter Zeit verlangsamt.

Wem beliebte deutsche Biermarken inzwischen gehören, zeigt die SPIEGEL-ONLINE-Übersicht. Klicken Sie auf die Flaschen für weitere Informationen:

dab/AFP/Reuters
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