Bierdurst China braut fünfmal so viel wie Deutschland

China ist mit Abstand das größte Bierland der Welt: 448 Millionen Hektoliter hat die Volksrepublik im vergangen Jahr produziert. Die Deutschen liegen abgeschlagen auf Platz fünf - und trinken immer weniger.
Bier: Die drei größten deutschen Brauereigruppen kommen zusammen nur auf 1,5 Prozent

Bier: Die drei größten deutschen Brauereigruppen kommen zusammen nur auf 1,5 Prozent

Foto: DBB

München - Der Bierdurst der Chinesen wächst: Das Reich der Mitte hat seine Position als größtes Bierland der Welt ausgebaut. Weltweit jedes vierte Bier wird inzwischen in China gebraut, teilte der Hopfen-Weltmarktführer Barth in München mit. Obwohl die Deutschen wie die übrigen Europäer und die Amerikaner weniger Bier trinken, stieg die Weltproduktion im vergangenen Jahr auf 1,85 Milliarden Hektoliter.

Mit einem Anstieg des Bierausstoßes um 25 Millionen auf 448 Millionen Hektoliter lag die Volksrepublik im vergangenen Jahr weit vor den USA mit 228 Millionen Hektolitern, sowie vor Brasilien und Russland. Deutschland folgte erst auf Platz fünf - hier sank der Bierausstoß um zwei Millionen auf 95,7 Millionen Hektoliter.

Die Hälfte des Weltmarkts wird laut Barth-Bericht von fünf Braukonzernen beherrscht: AB-InBev, SAB-Miller, Heineken  , Carlsberg und der China Resource Brewery. Die drei größten deutschen Brauereigruppen - Radeberger  , Oettinger und Bitburger - kamen zusammen gerade mal auf 1,5 Prozent.

Beim Hopfen dagegen liege Deutschland vorn, sagte Geschäftsführer Stephan Barth: 34 Prozent der Welternte stammt aus der Bundesrepublik. Allerdings werden chinesische Biere viel schwächer gehopft als zum Beispiel deutsche Biere. Inzwischen "quellen die Lagerhäuser über", die Preise sänken und die Anbaufläche müsse schrumpfen, sagte Barth. Auf den Bierpreis dürfte sich der Preisverfall beim Hopfen aber kaum auswirken.

kra/dapd
Mehr lesen über Verwandte Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.