Hype von Kryptowährung Finanzaufsicht warnt vor Totalverlust bei Bitcoin

Der Bitcoin-Hype weckt die Gier normaler Privatanleger - doch jetzt schlägt die Finanzaufsicht Bafin Alarm: Anlegern drohe ein Totalverlust. Sie warnt vor "Spekulanten und windigen Geschäftemachern".
Bitcoin

Bitcoin

Foto: DADO RUVIC/ REUTERS

Die Finanzaufsicht Bafin beobachtet den jüngsten rasanten Kursanstieg der Digitalwährung Bitcoin mit Skepsis. In Zeiten niedriger Zinsen seien Anleger eher bereit, Risiken einzugehen, sagte die Chefin der Wertpapieraufsicht der Bafin, Elisabeth Roegele. Nicht jede Kryptowährung werde sich jedoch am Markt durchsetzen. Im Zweifelsfall drohe Anlegern ein Totalverlust.

Die Aufseherin warnte: "Es tummeln sich auch Spekulanten und windige Geschäftemacher am Markt." Das trage zu massiven Kursschwankungen von Kryptowährungen bei, zehn Prozent an einem Tag seien keine Seltenheit.

Mehr zum Thema: Was sie zum Thema Bitcoin wissen sollten

Die Kryptowährung nimmt derzeit Kurs auf die Marke von 12.000 Dollar - vor einer Woche waren es noch 8000 Dollar. Immer mehr Menschen versuchen, auf den Zug aufzuspringen und vom Bitcoin-Hype zu profitieren. Wie riskant Bitcoin-Investments allerdings in Wahrheit sind, zeigt ein sogenannter "Flash-Crash" der Digitalwährung am Mittwochabend, ein kurzzeitiger, heftiger Kursabsturz. Bevor der Kurs seinen Höhenflug fortsetzte, brach er innerhalb weniger Stunden drastisch ein, um gut 20 Prozent. Hätte jemand also kurz zuvor einen Bitcoin gekauft und am Ende des Absturzes verkaufen müssen, hätte er einen Verlust von mehr als 2000 Dollar hinnehmen müssen.

Noch weiter geht der US-amerikanische Star-Ökonom Joseph Stiglitz, der 2001 mit dem Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnet wurde. Stiglitz fordert ein Vorgehen des Gesetzgebers gegen die Cyberwährung. "Mir scheint, er müsste verboten werden", so Stiglitz. "Er erfüllt keinerlei sinnvolle soziale Funktion."

hej/dpa