Nobelpreisträger gegen Kryptowährung "Bitcoin verbieten - er erfüllt keine sinnvolle Funktion"

Der Bitcoin-Hype hat eine Goldgräberstimmung ausgelöst - doch das Investment ist riskant: Bei einem "Flash Crash" hat die Kryptowährung gerade 20 Prozent verloren. US-Ökonom Stiglitz wirbt für ein Verbot.
Bitcoin-Illustraion

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Foto: Dado Ruvic/ REUTERS

Der Bitcoin scheint zu immer neuen Rekorden zu eilen. Die Kryptowährung nimmt Kurs auf die Marke von 12.000 Dollar - vor einer Woche waren es noch 8000 Dollar. Immer mehr Menschen versuchen, auf den Zug aufzuspringen - und vom Bitcoin-Hype zu profitieren.

Wie riskant Bitcoin-Investments allerdings in Wahrheit sind, zeigt ein sogenannter "Flash-Crash" der Digitalwährung am Mittwochabend, ein kurzzeitiger, heftiger Kursabsturz. Bevor der Kurs seinen Höhenflug fortsetzte, brach er innerhalb weniger Stunden drastisch ein, um gut 20 Prozent. Hätte jemand also kurz zuvor einen Bitcoin gekauft und am Ende des Absturzes verkaufen müssen, hätte er einen Verlust von mehr als 2000 Dollar hinnehmen müssen.

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Vor dem Crash hatten zwei große Bitcoin-Handelsplattformen - Gemini und Coinbase - Systemausfälle gemeldet: Der Ansturm auf die Kryptowährung war so gewaltig, dass er die Computer in die Knie zwang.

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Wirtschaftsexperten warnen Privatanleger davor, Bitcoins als lohnende Geldanlage zu betrachten. Der Kurs sei erheblichen Schwankungen ausgesetzt, die drastischen Kursgewinne - plus 1300 Prozent in einem Jahr - deuten auf eine Spekulationsblase hin. Bei deren Platzen könnten Anleger viel Geld verlieren.

Noch weiter geht der US-amerikanische Star-Ökonom Joseph Stiglitz, der 2001 mit dem Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnet wurde. Stiglitz fordert ein Vorgehen des Gesetzgebers gegen die Cyberwährung. "Mir scheint, er müsste verboten werden", so Stiglitz. "Er erfüllt keinerlei sinnvolle soziale Funktion."

beb
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