Schwankende Kryptowährung Bitcoin verliert nach Höhenflug kräftig an Wert

Der Kurs der ältesten und wichtigsten Digitalwährung Bitcoin ist nach den jüngsten Zugewinnen erneut um Tausende Dollar eingebrochen. Am Wochenende hatte er noch die 30.000-Dollar-Marke geknackt.
Bitcoin-Logo: Notenbanken streben eigene Digitalwährungen an

Bitcoin-Logo: Notenbanken streben eigene Digitalwährungen an

Foto: DADO RUVIC / REUTERS

Der Wert der Kryptowährung Bitcoin ist abermals abgestürzt. Nach starken Kursgewinnen hatte er am Wochenende ein Rekordhoch von rund 34.800 US-Dollar erreicht. Nun fiel der Wert einer Einheit der ältesten Kryptowährung jedoch zwischenzeitlich bis auf 27.700 Dollar, auf der Handelsplattform Bitstamp kostete sie am Mittag dann etwa 30.000 Dollar.

Starke Kursschwankungen sind für Digitalwährungen üblich. Auch 2020 war der Bitcoin nach teils drastischen Kursgewinnen immer wieder abgesackt.

Die Gründe dafür können unterschiedlich sein. Für die Abstürze werden Gewinnmitnahmen als Gründe genannt. Kritiker sehen in der Unstetigkeit des Bitcoins allerdings einen Beleg dafür, dass die Ur-Kryptowährung als Zahlungsmittel und Finanzanlage ungeeignet sei.

Wert 2020 vervierfacht

Klar ist: Der Wert der Bitcoins bestimmt sich allein durch Angebot und Nachfrage. Staaten oder Zentralbanken, die regulierend eingreifen, gibt es nicht – genauso wenig wie eine nennenswerte Volkswirtschaft, die dahintersteht und für Stabilität sorgt. Das Angebot ist knapp: Bis 2130 soll es dem zugrunde liegenden Algorithmus maximal 21 Millionen Bitcoins geben.

Trotz aller Kursschwankungen hat der Bitcoin im vergangenen Jahr insgesamt massiv an Wert gewonnen. Über das Jahr hinweg hat sich der Kurs in etwa vervierfacht. Als wesentlicher Grund gilt das allgemein größere Interesse von Unternehmen und Investoren an digitalen Währungen wie Bitcoin. Hinzu kommt der stärkere Fokus seitens Notenbanken, die vermehrt eigene Digitalwährungen anstreben.

Bitcoin-Anhänger argumentieren daher, die bekannte Kryptowährung könne sich zusehends als ernst zu nehmende Anlagealternative etablieren. Kritiker bezweifeln dies und verweisen auf zahlreiche Schwachstellen. Dazu zählen neben den starken Kursschwankungen der hohe Energieverbrauch während der Bitcoin-Herstellung (Mining) und die Gefahr kriminellen Missbrauchs.

apr/dpa
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