Nach Teslas Investment Bitcoin peilt Marke von 50.000 Dollar an

Nachdem der Autobauer Tesla 1,5 Milliarden Dollar in Bitcoin investiert hat, schnellt die Digitalwährung in Rekordhöhen. Auch Ether profitiert.
Digitale Währung Bitcoin (Symbolbild)

Digitale Währung Bitcoin (Symbolbild)

Foto: Mark Garlick / Science Photo Library / Getty Images

Der Höhenflug am Markt für Kryptowährungen hält an. So nimmt die älteste und bekannteste Digitalwährung Bitcoin die runde Marke von 50.000 US-Dollar ins Visier. Die nach Bitcoin zweitgrößte Internetdevise Ether steigt Richtung 2000 Dollar. Das gesamte Marktvolumen aller rund 8400 Kryptowährungen beträgt mittlerweile rund 1,4 Billionen Dollar – auch das ist ein historisches Hoch.

Der Bitcoin kostete am Dienstag auf der Handelsplattform Bitstamp bis zu 48.216 Dollar und damit so viel wie nie zuvor. Zuletzt fiel der Kurs auf 47.000 Dollar zurück. Beflügelt wurde der Kurs vor allem durch den Hersteller von Elektroautos, Tesla. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben 1,5 Milliarden Dollar in Bitcoin investiert und beabsichtigt, die Digitalwährung künftig als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Das weckt die Hoffnung, dass auch andere Unternehmen folgen könnten, was die Akzeptanz von Bitcoin steigern würde.

Auch Ether  hat zuletzt spürbar von dem Ansturm auf digitale Währungen profitiert. Am Dienstag wurde erstmals die runde Marke von 1800 Dollar übertroffen. Die Nummer zwei am Kryptomarkt gilt besonders in der Finanzszene als angesagt, da ein Schwerpunkt in der Dezentralisierung von Finanzdienstleistungen liegt.

Befeuert wird der Krypto-Boom  nicht zuletzt durch die Geldschwemme der Zentralbanken und wichtiger Industriestaaten. In der Coronakrise haben die Notenbanken ihre ohnehin schon lockere Geldpolitik noch wesentlich großzügiger ausgestaltet. Die Staaten stützen Verbraucher und Unternehmen durch hohe Ausgaben, was die staatliche Schuldenlast stark steigen lässt. Aus dieser Entwicklung könnte eine erhöhte Inflation resultieren, die traditionelle Währungen entwerten würde. Einige Anleger fragen daher verstärkt alternative Anlagen wie Digitalwährungen nach.

caw/dpa/Reuters