Größter Vermögensverwalter Blackrock will nach Brexit in London bleiben

Viele Unternehmen bereiten sich auf den Brexit vor. Die Fondsgesellschaft Blackrock hat nun angekündigt, den Standort in London zu behalten - Stellenverlegungen sind offenbar trotzdem geplant.

Der Firmensitz von Blackrock in New York
REUTERS

Der Firmensitz von Blackrock in New York


Der weltweit größte Vermögensverwalter Blackrock will auch nach dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union in dem Land bleiben. Das regionale Hauptquartier in London bleibe bestehen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf ein internes Papier.

Einige Stellen würden jedoch in die Niederlande und nach Frankreich verlegt. Das Unternehmen halte sich die Option offen, abhängig vom Ergebnis der Brexit-Verhandlungen die Standorte auf dem Festland stärker auszubauen.

Nach dem Brexit wird die Niederlassung in Budapest die größte innerhalb der EU sein. Dort sind rund 450 Mitarbeiter angestellt.

Blackrock gilt als der größte und mächtigste Vermögensverwalter der Welt und investiert Anlegergeld in Höhe von mehr als sechs Billionen Dollar rund um den Globus. Über ihre Fonds ist die Anlagegesellschaft an nahezu allen großen börsennotierten Konzernen in Europa beteiligt - auch an den größten Banken des Kontinents.

Das US-Unternehmen, das allein in Großbritannien etwa 3000 Mitarbeiter beschäftigt, hat sich bisher nicht zur Zukunft seiner europäischen Geschäfte nach dem Brexit geäußert. Für die britische Premierministerin Theresa May und den Finanzstandort London dürfte die Entscheidung von Blackrock daher eine gute Nachricht sein.

Die Verhandlungen über den Brexit hängen weiterhin an der Irland-Frage fest. Sollten sich die EU und die britische Regierung nicht einigen, droht ein ungeordneter Ausstieg Großbritanniens aus der EU.

kko/Reuters



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