Investition in China BMW und Great Wall bauen Werk für E-Mini

Bis 2022 soll in Zhangjiagang in China ein neues BMW-Werk für den elektrischen Mini entstehen. Zusammen mit dem chinesischen Partner Great Wall Motor investiert der Autobauer rund 650 Millionen Euro.

E-Minis sollen in Zukunft auch im chinesischen Zhangjiagang entwickelt und gebaut werden
BMW

E-Minis sollen in Zukunft auch im chinesischen Zhangjiagang entwickelt und gebaut werden


Der Autobauer BMW baut mit seinem chinesischen Partner Great Wall ein neues Werk in China. Zusammen investieren sie rund 650 Millionen Euro, teilten die Unternehmen zum Baubeginn in Zhangjiagang in der Provinz Jiangsu mit. Künftig soll dort die neue Generation von elektrischen Fahrzeugen der Kleinwagenserie Mini entwickelt und gebaut werden. Rein elektrische Minis werden bereits im Werk im britischen Oxford produziert.

Das Werk soll von 2020 bis 2022 entstehen und 3000 Mitarbeiter beschäftigen. Anschließend folgt üblicherweise ein mehrjähriger Zeitraum für Anlagenaufbau, Vorserienproduktion und Anlaufphase. Danach wollen die Autobauer in dem Werk 160.000 Fahrzeuge pro Jahr produzieren.

BMW hatte die Kooperation mit Great Wall im Februar 2018 angekündigt, zunächst war das Vorhaben auf Hindernisse im Genehmigungsverfahren gestoßen. Der deutsche Autobauer hält die Hälfte an dem Joint Venture namens Spotlight Automotive Limited.

Mit dem Werk stärkt BMW seine Präsenz in China, wo die Regierung die Branche zum Bau von Elektroautos drängt. BMW hält in China bereits eine Mehrheit an einem Gemeinschaftsunternehmen mit dem Autobauer Brilliance, das Fahrzeuge der Marke BMW produziert.

kko/dpa/Reuters

Mehr zum Thema


insgesamt 11 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Arno Kling 29.11.2019
1. Wenn es wie so oft läuft
dann wird das chinesische "Joint Venture" Partnerunternehmen permanent alle Betriebsgeheimnisse zur Produktion des Wagens absaugen und irgendwann kommt es dann plötzlich mit einem eigenen Fahrzeug mit identischen technischen Merkmalen in China raus und macht BMW dann Konkurrenz. Ich kann einfach nicht verstehen, warum Europa nicht gegen diese Form der Wirtschaftsspionage vorgeht und China dann auch noch mit seinen Gewinnen deutsche Firmen en masse kaufen läßt. China ist keine Demokratie. Es ist eine gefährliche, weil wirtschaftlich erstarkende Diktator und es ist in der chinesischen Kultur wie selbstverständlich verankert, dass die Chinesen sich als das Volk betrachten, das wieder "Mitte der Welt" werden soll. Ich habe keine Lust, unter einem chinesischen Überwachungssystem zu leben und auf meine Sozialpunkte achten zu müssen, damit ich in Urlaub fliegen darf. China sollte hier dringend gestoppt werden.
Knack5401 29.11.2019
2. Geldgier
schlägt Vernunft.
suedseefrachter 29.11.2019
3.
Mini ... ist wohl eines der schlechtesten Autos auf dem Markt. Getriebeprobleme ohne Ende. Hatte selber schon so ein Getriebe in der Hand... unglaublich was die da verkauf(t) haben, bzw. verkaufen. Na vielleicht ist die chinesische Qualität dann hoffentlich besser als die europäische.
brux 29.11.2019
4. Brexit
BMW wird den Mini komplett aus GB abziehen. Da Transportkosten heute nicht viel bedeuten, ist es egal ob in China oder GB produziert wird.
margret.bendig 29.11.2019
5. Sonnenschein46
toll, 3000 neue Arbeitsplätze in China. Wie viele werden dann dafür bei uns abgebaut?
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.