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04. Mai 2018, 10:47 Uhr

Starker Euro

BMW macht weniger Umsatz, aber mehr Gewinn

Mehr Autos verkauft, trotzdem weniger Umsatz: BMW hat im ersten Quartal den hohen Eurokurs zu spüren bekommen. Dennoch konnte der Autokonzern den Gewinn leicht steigern.

Es waren zum Jahresstart keine guten Rahmenbedingungen für BMW. Der starke Euro und hohe Kosten für Modelle und Technologien schlagen sich in den Geschäftszahlen nieder - dennoch hat der Münchner Autobauer mehr Gewinn gemacht als erwartet. Zwar ging der Vorsteuergewinn im Vergleich zum Vorjahr leicht auf knapp 3,2 Milliarden Euro zurück, unter dem Strich stand jedoch ein um rund ein Prozent höherer Überschuss von 2,3 Milliarden Euro.

Das lag auch an zwei besonderen Effekten: Das chinesische Joint Venture wirtschaftete besonders erfolgreich, zudem musste BMW weniger Steuern zahlen.

Weil BMW viele Autos außerhalb des Euroraums verkauft, ging der Konzernumsatz trotz der um drei Prozent gestiegenen Autoauslieferungen im Jahresvergleich um fünf Prozent auf 22,7 Milliarden Euro zurück. Allerdings wäre der Erlös auch ohne die Belastungen aus der Währungsumrechnung leicht geschrumpft.

Für Forschung und Entwicklung hat BMW von Januar bis März mit 1,29 Milliarden Euro knapp neun Prozent mehr ausgegeben als im Jahr zuvor. Obwohl die Preise für Rohstoffe und Vorleistungen gestiegen sind, konnte der Konzern die Rendite in der Autosparte auf 9,7 Prozent steigern. Damit liegt BMW vor den Konkurrenten Mercedes-Benz mit 9,0 Prozent und Audi mit 8,5 Prozent.

Allerdings geriet BMW in anderer Hinsicht noch weiter in Rückstand zu Mercedes-Benz: bei der Zahl der verkauften Autos. Konnten die Stuttgarter im vergangenen Jahr noch 57.000 Autos mehr absetzen als die Münchner, vergrößerte sich der Abstand nun auf 77.000. BMW hofft nun auf die zweite Jahreshälfte, in der der beliebte SUV X3 nicht mehr nur in den USA, sondern dann auch in Südafrika und China vom Band läuft.

fdi/Reuters/dpa

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