Pharmakonzern Boehringer Ingelheim streicht 1000 Arbeitsplätze

Kurswechsel bei Boehringer Ingelheim: Der Pharmakonzern will in Deutschland 1000 Stellen abbauen, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". In den vergangenen zwölf Monaten waren 950 neue Mitarbeiter eingestellt worden.
Firmengelände von Boehringer Ingelheim (Archivbild): 1000 Jobs sollen wegfallen

Firmengelände von Boehringer Ingelheim (Archivbild): 1000 Jobs sollen wegfallen

Foto: Fredrik von Erichsen/ dpa

Berlin - Der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim will knapp 1000 seiner rund 14.000 Arbeitsplätze in Deutschland abbauen. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" in ihrer Mittwoch-Ausgabe unter Berufung auf Firmenkreise. Demnach sollen 600 Stellen im Jahr 2016 gestrichen werden, die übrigen in den beiden darauf folgenden Jahren.

Betriebsbedingte Kündigungen solle es aber nicht geben. Ein Sprecher des Unternehmens sagte der Zeitung, Boehringer wolle bei der Zahl der Stellen "mittelfristig auf das Niveau von Sommer 2013" zurück. Der Konzern hatte in den vergangenen rund zwölf Monaten etwa 950 zusätzliche Stellen geschaffen.

Der Stellenabbau stehe im Zusammenhang mit dem angekündigten Vorhaben, die Kosten in Deutschland um 15 Prozent oder 450 Millionen Euro zu senken, so der Firmensprecher.

Boehringer hatte das Sparprogramm im August angekündigt. Damals hatte eine Sprecherin gesagt, nach dem Anstieg der Mitarbeiter-Zahl werde der Konzern nun "in eine Konsolidierungsphase eintreten" und den Zuwachs beschränken.

Mit dem Sparkurs will sich das Familienunternehmen mit Sitz in Ingelheim bei Mainz Spielraum für Investitionen schaffen. Boehringer ist Deutschlands zweitgrößter Pharmakonzern. Der Firma machen Patentabläufe bei wichtigen Medikamenten zu schaffen.

vet/Reuters
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