Ältere Modelle betroffen US-Flugaufsicht findet Rostproblem bei Boeing 737

Neue Probleme bei Boeing: Bei rund 2000 älteren 737-Modellen könnten Triebwerksventile rosten, wenn die Flugzeuge wegen der Pandemie länger stillstehen. Fluggesellschaften sollen ihre Maschinen prüfen.
Eine Boeing 737 NG (Archivbild): Die Corona-Pandemie bereitet dem Flugzeugtyp Probleme

Eine Boeing 737 NG (Archivbild): Die Corona-Pandemie bereitet dem Flugzeugtyp Probleme

Foto: Boeing

Die US-Luftfahrtaufsicht FAA hat wegen Korrosionsgefahr bei Triebwerksventilen die Überprüfung von rund 2000 Boeing-Maschinen der Baureihe 737 angeordnet. Die Direktive betrifft Jets, die sieben oder mehr Tage am Stück nicht im Flugbetrieb sind.

Allerdings geht es dabei nicht um den nach zwei Abstürzen mit Startverboten belegten Unglücksflieger 737 Max, sondern um ältere Modelle vom Typ 737 NG und 737 Classic.

Das Problem sei von Inspektoren der Behörde festgestellt worden und könne schlimmstenfalls zu Triebwerksversagen führen, hieß es von der FAA.

Hersteller Boeing teilte mit, Fluggesellschaften dazu geraten zu haben, die Ventile als Vorsichtsmaßnahme zu überprüfen. In der Corona-Pandemie könne sich leichter Rost bilden, weil viele Maschinen stillstünden, erklärte der Hersteller. Bei Mängeln unterstütze Boeing die Kunden beim Austausch der Bauteile.

Der Flugzeugbauer war durch die Sicherheitsprobleme seines Passagierflugzeugs 737 Max in eine tiefe Krise gestürzt. Für den meistverkauften Flugzeugtyp des amerikanischen Herstellers waren im März 2019 nach zwei Abstürzen mit insgesamt 346 Toten weltweit Flugverbote verhängt worden. Als Hauptursache der Unglücke gilt eine speziell für das Modell entwickelte Steuerungssoftware namens MCAS, die eigentlich den Piloten unterstützen soll.

kko/dpa
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