Krise bei Flugzeugbauer Boeing erhielt ganzen Januar keine neuen Bestellungen

Boeing kommt nicht aus der Krise, es herrscht eine schwere Auftragsflaute. Den Rivalen Airbus dürfte das freuen.
787 Dreamliner von Boeing am Pariser Flughafen

787 Dreamliner von Boeing am Pariser Flughafen

Foto: ERIC PIERMONT/ AFP

Die Probleme für den kriselnden US-Luftfahrtriesen Boeing reißen nicht ab. Im Januar verbuchte die Verkehrsflugzeugsparte des Konzerns laut Mitteilung keine einzige neue Bestellung. Der europäische Erzrivale Airbus erhielt derweil 274 Aufträge für neue Verkehrsjets und zieht somit immer weiter davon. Bei Boeing sah es zu Jahresbeginn auch mit den Auslieferungen mau aus, es wurden lediglich 13 Flugzeuge an Kunden übergeben, darunter sechs 787 Dreamliner.

Das Mitte März 2019 im Zuge von zwei Abstürzen mit insgesamt 346 Toten verhängte Flugverbot für Boeings Verkaufsschlager 737 Max setzt dem Unternehmen weiter stark zu. 2019 hatte Boeing sogar erstmals seit über 30 Jahren unterm Strich Bestellungen eingebüßt, weil es mehr Stornierungen als neue Aufträge gab. Airbus profitierte von der Schwäche des US-Konkurrenten und übernahm erstmals seit Jahren wieder die Weltmarktführerschaft als größter Flugzeugbauer. Boeing hofft, dass die 737 Max ab Mitte 2020 wieder abheben darf.

Als entscheidende Ursache der verheerenden Unglücke gilt eine fehlerhafte Steuerungsautomatik der Flugzeuge. Dieses ursprüngliche Problem hatte Boeing eigentlich schon vor dem zweiten 737-Max-Absturz per Update beheben wollen. Nach dem Flugverbot kamen im Laufe des Wiederzulassungsverfahrens weitere Probleme hinzu.

hej/dpa
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