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Elektronik, Batterien und Öldämpfe: Problemflieger von Airbus, Boeing und Co.

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Ethiopian Airlines Dreamliner startet zum ersten regulären Flug

Drei Monate dauerte das Flugverbot, jetzt durfte Ethiopian Airlines den ersten kommerziellen Flug wagen: Der Dreamliner hob mit neuem Batteriesystem von Addis Abeba ab. Ziel ist Nairobi.

Addis Abeba - Nach einer dreimonatigen Sperre wegen Problemen mit dem Batteriesystem ist am Samstag erstmals wieder ein Dreamliner des US-Flugzeugbauers Boeing   zu einem kommerziellen Flug gestartet. Die Maschine der Fluggesellschaft Ethiopian Airlines hob am Morgen vom Airport der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba in Richtung Nairobi ab. "Ich habe große Angst vorm Fliegen, deshalb bin ich auch jetzt besorgt", sagte Eunice Mbogo, kurz bevor er den Flieger bestieg. "Aber ich bin sicher, sie haben alles mehrfach überprüft."

Ein Team von Boeing-Spezialisten hatte zusammen mit Technikern von Ethiopian Airlines während der letzten Tage die Batterieumrüstsätze in die 787 eingebaut. Was genau zu den Selbstentzündungen der ersten Akkus geführt hat, ist bis heute nicht endgültig geklärt. "Wir haben 80 mögliche Faktoren identifiziert und in der neuen Konstruktion berücksichtigt", erklärte Boeings Chefingenieur Michael Sinnett. "Auch wenn wir die genaue Ursache nie erfahren, ist das Flugzeug jetzt sicher, ganz gleich, was mit der Batterie passiert."

Boeing ist mit zehn Umbauteams mit je rund 30 Spezialisten im Einsatz, damit die Dreamliner nun möglichst rasch wieder in die Luft kommen. Ethiopian Airlines hatte ihren ersten Dreamliner im August als dritter Betreiber in Empfang genommen und besitzt momentan vier Maschinen dieses Typs.

Die US-Luftaufsichtsbehörde FAA hatte Mitte Januar nach einer Pannenserie ein weltweites Flugverbot für die Dreamliner verhängt, weil die eingebauten Lithium-Ionen-Batterien überhitzen und in Brand geraten können. Vergangene Woche akzeptierte die FAA nach einer Reihe von Testflügen den Plan für ein modifiziertes Batteriesystem bei der 787.

Anfang Januar war bei einem Dreamliner nach der Landung in Boston im US-Bundesstaat Massachusetts ein Feuer ausgebrochen. Eine Woche später musste eine weitere Boeing 787 wegen eines Brandes in Japan notlanden.

mik/AFP
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