Mit Elektroantrieb und ohne Piloten Boeing investiert 450 Millionen Dollar in Flugtaxi-Entwicklung

Nach Plänen von Luftfahrtunternehmen sollen Taxis in der Zukunft nicht mehr auf der Straße fahren, sondern durch die Lüfte fliegen. US-Gigant Boeing steckt nun fast eine halbe Milliarde Dollar in ein Start-up.
Flugtaxi-Start-up Wisk: Boeing wettet auf die Zukunft

Flugtaxi-Start-up Wisk: Boeing wettet auf die Zukunft

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MIKE BLAKE / Reuters

Der US-Flugzeugbauer Boeing wettet auf den zukünftigen Markt für kleine Flugtaxis und investiert 450 Millionen Dollar (398 Millionen Euro) in die Entwicklerfirma Wisk Aero. Das Geld soll unter anderem in die Vorbereitung der Produktion gesteckt werden, wie die Unternehmen am Montag mitteilten .

Das kleine Flugzeug von Wisk soll nach bisherigem Stand zwei Personen transportieren können, mit einer Reichweite von rund 40 Kilometern und einer Geschwindigkeit bis zu 160 Kilometer pro Stunde. Es fliegt mit Elektroantrieb und autonom ohne einen Piloten an Bord.

Zur Sicherheit sollen die Maschinen auch vom Boden ferngesteuert werden können und bekommen einen Landefallschirm eingebaut.

Wisk teilte mit, man erwarte für die ersten fünf Jahre nach der Zertifizierung fast 14 Millionen jährliche Flüge mit mehr als 40 Millionen Fluggästen in 20 US-Städten. Wann genau dies sein soll, ließ das Unternehmen allerdings offen.

Wisk ist ein 2019 gegründetes Gemeinschaftsunternehmen von Boeing und des Flugzeugentwicklers Kitty Hawk, der von Google-Mitgründer Larry Page finanziert wird. Page baute in den vergangenen Jahren mehrere Firmen auf, die kleine Fluggeräte entwickeln.

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Flugtaxis werden von mehreren Firmen entwickelt, unter anderem bei Volocopter und Lilium aus Deutschland.  Auch der große Boeing-Rivale Airbus arbeitet an einem Modell.

Offen ist noch, wie schnell Flugtaxis von den Behörden zugelassen werden und wie tragfähig das Geschäftsmodell für deren Betrieb sein wird .

sol/dpa