Boeings Problemflieger American Airlines setzt 737 Max bis Januar aus

Kunden der US-Fluggesellschaft American Airlines müssen in der wichtigen Reisezeit zu Weihnachten mit Ausfällen rechnen. Die Airline streicht Maschinen des Typs Boeing 737 Max bis Mitte Januar aus dem Flugplan.

American Airlines streicht Flüge mit der Boeing 737 Max bis Mitte Januar
Daniel SLIM / AFP

American Airlines streicht Flüge mit der Boeing 737 Max bis Mitte Januar


Die US-Fluggesellschaft American Airlines wird in diesem Jahr keine Maschinen des Typs Boeing 737 Max mehr einsetzen. Das Unternehmen teilte mit, die nach zwei Abstürzen mit Startverboten belegten Flugzeuge bis zum 16. Januar aus dem Flugplan zu nehmen.

Boeings Problemflieger fallen somit in der Weihnachtszeit mit starkem Reiseaufkommen aus. Zuvor hatte American 737-Max-Flüge bis zum 3. Dezember gestrichen.

Zahlreiche Flugausfälle

Angesichts der anhaltenden Schwierigkeiten, die Boeing bei der angestrebten Wiederzulassung der Maschinen hat, kommt der Schritt der Fluggesellschaft wenig überraschend.

Die 737 Max darf seit Mitte März weltweit nicht mehr abheben. Hersteller Boeing steht unter Druck, Softwareprobleme zu beheben, die als eine entscheidende Ursache der zwei Abstürze mit insgesamt 346 Todesopfern gelten.

Den betroffenen Airlines machen die Startverbote schwer zu schaffen, zahlreiche Flüge fallen deshalb aus. Zudem ist unklar, ob und wann bestellte 737-Max-Flugzeuge ausgeliefert werden können. Boeing hat bereits viel Geld für Kompensationszahlungen zurückgelegt.

Die beiden anderen großen US-Fluggesellschaften mit 737-Max-Maschinen in der Flotte, Southwest und United Airlines, planen derzeit bis 5. Januar beziehungsweise bis 19. Dezember nicht mit den Krisen-Jets.

brt/dpa

insgesamt 14 Beiträge
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Konstruktor 09.10.2019
1.
Hinweis: Die abgebildete Maschine ist keine 737MAX, schon erkennbar an den kleineren Triebwerken und an den unterschiedlichen Flügelspitzen (die MAX hat zweigeteilte Winglets). Das wird für Boeing immer bitterer, und für Airbus kann ein weiterer Ramp-Up der A320-Serie nicht nur möglich, sondern geradezu geboten erscheinen...
Hajojunge 09.10.2019
2. Januar 2020 ??
Sehr optimistisch. Seit dem Grounding hat Boeing auf Halde produziert, ohne zu wissen, wie die späteren Modifikationen aussehen werden. Nach dem Umbau (auf dem Parkplatz?) müssen die Systeme ausgiebig getestet werden (hoffentlich). Dazu kommt noch, daß die Flugzeuge lange herumgestanden haben; die Wiederinbetriebnahme ist aufwendig (Hydraulik etc.). Sie alle ins Herstellerwerk zurückzubeordern, wäre wünschenswert, ist aber undenkbar. Es müssen also viele Serviceteams ausschwärmen, um die fehlerhaften Vögel aufzuarbeiten. Da kommt richtig Arbeit auf Boeing zu. Das Problem wird offensichtlich unterschätzt. Nicht nur AA wartet auf seine Flugzeuge. Ich tröste mich damit, daß mein Ferienflug im Dezember mit anderen Jets stattfinden wird (hoffentlich A 320).
dirkcoe 09.10.2019
3. Sehr optimistisch
Glaubt denn wirklich jemand, das jemals wieder ein Passagier sein Leben dieser Fehlkonstruktion anvertraut?
siegfried_richard_albert 09.10.2019
4. Wann ist bei Boeing die Luft raus?
Es wird wohl immer deutlicher, dass es sich nicht nur um ein Software Problem handeln kann. Boeing hat sicher viele und gute Software Entwickler. Da hätte das Problem schon längst eine Lösung aufzeigen können. Wahrscheinlich ist es ein ursächliches Problem des Zusammenspiels zwischen Hardware und Software. Sprich die Hardware ist für die Software nicht geeignet. Und dann muss sich Boeing fragen, wie lange sie noch an der 737 festhalten wollen.
raoul2 10.10.2019
5. Je länger es dauert,
umso größer wird neben dem wirtschaftlichen Schaden der jetzt schon unendlich große Imageverlust für Boeing. Das wird kaum noch wett zu machen sein. Auch nicht mit noch so großer Unterstützung durch den Präsidenten, der verzweifelt versucht, sein "Flaggschiff" wieder flott zu kriegen.
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