Übernahme von Flugzeugreihe Airbus- und Bombardier-Aktien steigen

Airbus sichert sich die Mehrheit einer Produktreihe des angeschlagenen Konzerns Bombardier. An der Börse freute das die Anleger - die Aktien beider Unternehmen legten zu.

Eine Maschine der C-Series des kanadischen Flugzeugherstellers Bombardier
REUTERS/Edgar Su/File Photo

Eine Maschine der C-Series des kanadischen Flugzeugherstellers Bombardier


An der Frankfurter Börse sind nach der angekündigten Übernahme der Produktreihe des kanadischen Herstellers Bombardier Chart zeigen durch Airbus die Aktien beider Unternehmen stark nachgefragt worden. Die Airbus-Papiere legten um rund drei Prozent zu. Damit steuert die Aktie wieder ihrem Rekordhoch von Anfang Oktober entgegen.

Airbus-Papiere Chart zeigen sind seit einiger Zeit bei Anlegern gefragt - in den vergangenen zwölf Monaten stieg der Börsenwert um fast 50 Prozent auf zuletzt mehr als 60 Milliarden Euro. In den vergangenen Tagen hatten aber Korruptionsvorwürfe die Papiere belastet.

Airbus hatte am Montag angekündigt, 50,01 Prozent an Bombardier zu übernehmen. Die Firma ist für die C-Series verantwortlich. Das kanadische Unternehmen soll 31 Prozent behalten. Die staatliche Investmentgesellschaft, die vor zwei Jahren eingestiegen ist, um Bombardier zu stützen, ist mit rund 19 Prozent beteiligt.

Auch bei den Aktionären von Bombardier sorgte die Ankündigung für Freude. Der Kurs der Bombardier-Anteile zog um rund sieben Prozent an - die Aktie hatte allerdings in den vergangenen Jahren deutlich an Wert verloren, da Bombardier im Flugzeuggeschäft und in der Bahntechnik mit starken Problemen zu kämpfen hat. In der Zugsparte war unter anderem zuletzt der Versuch eines Zusammenschlusses mit Siemens gescheitert.

Seit 2015 hatten sich die Probleme Bombardiers noch vergrößert. Airbus muss deshalb bei der Übernahme nichts direkt zahlen, sondern nur die Kosten für die Weiterentwicklung tragen. Wie beide Unternehmen mitteilten, wird Bombardier in den kommenden drei Jahren noch für finanzielle Lücken der Vergangenheit von bis zu 700 Millionen Dollar geradestehen. Das Geschäft werde zudem schuldenfrei übergeben.

cop/dpa



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