Angst vor Brexit Unsicherheit lässt Goldpreis steigen

Zehn Tage vor dem Brexit-Referendum nimmt die Nervosität der Anleger zu. Der Goldpreis steigt, auch Versicherungen gegen Kursverluste des britischen Pfunds werden immer teurer.

Goldbarren
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Die Sorge vor einem Brexit lässt den Goldpreis steigen. Am Montagmorgen erreichte der Preis für eine Feinunze mit 1283,07 US-Dollar den höchsten Stand seit Anfang Mai. In den vergangenen zwei Wochen ist der Goldpreis damit um etwa 70 Dollar je Feinunze gestiegen.

Die Angst vor den Folgen eines Brexit treibt die Anleger in Anlageformen, die als sicher gelten. Außerdem wird die US-Notenbank Fed die Zinsen wohl nicht erhöhen. Auch das macht Gold teurer.

Pfund verliert an Wert

Am Währungsmarkt macht sich ebenfalls Unsicherheit breit. Das britische Pfund fiel auf ein Acht-Wochen-Tief. Ein Pfund kostete am Montag 1,4159 US Dollar - das war der niedrigste Wert seit Mitte April.

Es wird erwartet, dass das Pfund im Falle eines Brexit stark an Wert verliert. Anleger können sich gegen solche Wertverluste in der Zukunft versichern. Wegen des Referendums sind die Preise für diese Versicherungen im Moment so teuer wie seit der Finanzkrise nicht mehr. Ihr Preis hat sich seit Jahresbeginn etwa verdoppelt.

Der japanische Yen konnte von der Entwicklung profitieren und stieg gegenüber dem Dollar.

Umfragen zufolge sind die Briten in der Brexit-Frage weiter gespalten. Am 23. Juni stimmen die Bürger über den Verbleib ihres Landes in der EU ab.

sep/Reuters/dpa-AFX

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