Strafzölle gegen China US-Präsident stürzt Börsen tief ins Minus

Die von US-Präsident Trump neu angekündigten Strafzölle gegen China sorgen an den Finanzmärkten für Verunsicherung. Vor allem an den europäischen Börsen fielen die Kurse, der Dax verlor mehr als drei Prozent.

Börse in Frankfurt (Archivbild): Größter Wochenverlust für den Dax seit zehn Monaten
Frank Rumpenhorst/dpa

Börse in Frankfurt (Archivbild): Größter Wochenverlust für den Dax seit zehn Monaten


Eine neue Eskalationsstufe im Handelskrieg zwischen den USA und China hat die Anleger aus den Aktienmärkten getrieben. Der Dax rutschte unter die Marke von 12.000 Zählern und schloss letztlich mit einem Minus von 3,11 Prozent bei 11.872 Punkten. Der deutsche Leitindex bewegt sich damit wieder auf dem Niveau von Anfang Juni - der Wochenverlust von 4,4 Prozent war der größte seit Oktober 2018.

Der MDax der mittelgroßen deutschen Werte büßte ebenfalls ein; er fiel um knapp über zwei Prozent auf 25.626 Punkte ein. Auch europaweit waren die Verluste hoch: Der EuroStoxx 50 sackte um rund drei Prozent auf 3376 Punkte ab, den Pariser Leitindex Cac 40 erwischte es sogar noch etwas schlimmer. Auch für den Londoner FTSE 100 ging es deutlich abwärts.

Hintergrund für die Indexverluste war die Ankündigung weiterer US-Strafzölle auf chinesische Waren durch US-Präsident Donald Trump am Donnerstag. Die Regierung in Peking hatte daraufhin Gegenmaßnahmen angekündigt.

Die angedrohten Maßnahmen schlugen auch auf den amerikanischen Dow selbst durch: Zu den Verlierern an der Wall Street zählte mit einem Kursminus von 2,2 Prozent das Index-Schwergewicht Apple. Der iPhone-Anbieter gilt als einer der Haupt-Leidtragenden des Zollstreits.

Der Marktstratege Michael Antonelli von Robert Baird sprach von einer kalten Dusche für die Anleger. "Der Markt hatte sich an den gegenwärtigen Status der amerikanisch-chinesischen Handelsgespräche gewöhnt", sagte er. Die angedrohte Zollerhöhung erinnere jedoch daran, "dass wir uns noch in einem Handelskrieg befinden".

fek/dpa



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draco2007 02.08.2019
1.
Und Trumps Söhne oder seine reichen Buddies werden richtig abkassiert haben mit Optionsscheinen... Ich hoffe inständig, dass die Börsenaufsicht Trumps Umfeld mit Argusaugen überwacht. Meine Vermutung ist immer noch, dass er nur Präsident werden wollte, weil er bei einigen wichtigen Personen massive Schulden hat und das jetzt mit so einem Quatsch abbezahlt. Jemand der Trumps Tweets ein paar Stunden/Tage vorher kennt kann jedenfalls gutes Geld machen...
skitime 02.08.2019
2. skitime
Cash aufbauen, Kurse fallen lassen und in einigen Wochen Stück für Stück einsteigen... Es gibt genug Aktienwerte, die zu unrecht gerade fallen. Ich freu mich drauf.
Watschn 02.08.2019
3. Es könnte noch tiefer gehen, der August u. September sind gefürchtet..
Sell in May...and go away. But remember, come back in September... So lautet ein oft zutreffendes Börsensprichwort. Tatsächlich waren im langjährigen Duchschnitt die Monate August u. September die schwächsten Börsenmonate. Und da der Abschwung wohl kommen wird, sind eher defensive, divendendenstarke Titel nach einem evtl. hefitgen Kurssturz (bis -20/30%) interessant. In Deutschland; Henkel, Beiersdorf, Adidas, Puma, Merck, Dt. Telekom, Fresenius, Münchner Rück, SAP, Hannover Rück, K+S, Zalando. In Europa (ohne UK); Danone, L'Oreal, LVMH, Nestle, Novartis, Novo Nordisk, Richemont, Roche, Royal Dutch Shell, Sanofi, Total, Zürich Insur. In den USA: American Express, Bank of America, Berkshire-H., Coca-Cola, Chevron, Home Depot, Mc Donalds, Microsoft, Mondelez, Nike, Pfizer, Pepsico, Procter & G., Starbucks, Tiffany, Verizon, Visa, Walmart, Walt Disney
laotse8 03.08.2019
4. Trump ist schuld
und der DAX-Verlust von -3,1% hat voll auf den DOW mit -0,4% durchgeschlagen. Mit CO2-Steuer, Transaktionssteuer, Kapitalertragssteuern, Immbilienenteignungsdirskussion, Bankenhaftungsunion, verlotternder Infrastruktur, industriefeindlicher Klimajugend und Energiepreisexplosion mit Weltenrettungsanspruch hat es überhaupt nichts zu tun, wenn angelsächsische Investoren ihr Kapital aus der schönen, bunten, neuen deutschen Planwirtschaft abziehen. Deutsche Aktienkäufer gleichen das nicht aus. Es gibt sie seit Abschaffung der Haltefristen für Aktien nicht mehr. Ausgestorben.
laotse8 03.08.2019
5.
Zitat von WatschnSell in May...and go away. But remember, come back in September... So lautet ein oft zutreffendes Börsensprichwort. Tatsächlich waren im langjährigen Duchschnitt die Monate August u. September die schwächsten Börsenmonate. Und da der Abschwung wohl kommen wird, sind eher defensive, divendendenstarke Titel nach einem evtl. hefitgen Kurssturz (bis -20/30%) interessant. In Deutschland; Henkel, Beiersdorf, Adidas, Puma, Merck, Dt. Telekom, Fresenius, Münchner Rück, SAP, Hannover Rück, K+S, Zalando. In Europa (ohne UK); Danone, L'Oreal, LVMH, Nestle, Novartis, Novo Nordisk, Richemont, Roche, Royal Dutch Shell, Sanofi, Total, Zürich Insur. In den USA: American Express, Bank of America, Berkshire-H., Coca-Cola, Chevron, Home Depot, Mc Donalds, Microsoft, Mondelez, Nike, Pfizer, Pepsico, Procter & G., Starbucks, Tiffany, Verizon, Visa, Walmart, Walt Disney
Auch dividendenstarke Titel sind für in Deutschland lebende Deutsche Unsinn! Die könnten dann auch gleich "Finanzamtszahlscheine" kaufen. Seit der Aufhebung sämtlicher Haltefristen in 2009 und dadurch echter, ausnahmsloser Vierfachbesteuerung von privaten, deutschen Aktiengewinnen (Körperschafts-, Gewerbe-, Dividenden- und Kursgewinnsteuer - demnächst möglicherweise dazu noch Transaktionssteuer) sind die zum Abschuss ganzjährig freigegebenen, deutschen Aktionäre die letzten, seltenen Exoten im Land. Wenn die US-Amerikaner und Briten keine Lust mehr auf "deutsches Dummfrech" haben, ihr Kapital abziehen und ein paar Zölle zu den deutschen Steuererhöhungen dazu geben, dann rasen deutsche Aktien und Industrie ungespitzt und von niemanden aufgehalten in den Boden. Sollte dann gleichwohl noch ein Deutscher erfolgreich "Coca-Cola" oder "Wal-Mart" im Depot haben, räumt ihm die hungrige, neue, deutsche Planwirtschaft garantiert die Gewinne ab.
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