Börsendebüt von Bastei Lübbe Jerry-Cotton-Aktie startet mau

Der Verlag Bastei Lübbe ist an der Börse schwach gestartet. Am späten Vormittag des ersten Handelstags kosteten die Aktien weniger als 7,40 Euro - und lagen damit unter dem Ausgabekurs.

Romanheft von Bastei Lübbe: Schwaches Börsendebüt
Bastei Lübbe

Romanheft von Bastei Lübbe: Schwaches Börsendebüt


Frankfurt am Main - Bastei Lübbe hätte seinen Börsengang beinahe gar nicht geschafft: Der Kölner Verlag wurde im Vorfeld weniger Aktien los als geplant und musste sie zum Schnäppchenpreis abgeben. Ursprünglich wollte der Verlag mit Autoren wie Dan Brown oder Ken Follett neun bis elf Euro pro Aktie nehmen, Ende September musste der Verlag die Preisspanne aber auf 7,50 bis neun Euro senken und die Zeichnungsfrist verlängern. Am Ende wurden die Papiere zu 7,50 Euro platziert - und der Kurs sackte am ersten Handelstag noch ab.

Am späten Vormittag kostete die Bastei-Lübbe-Aktie rund 7,39 Euro. Auch zu dem niedrigen Einstandspreis von 7,50 Euro fanden sich nur Interessenten für vier Millionen Papiere. Eigentlich sollten 5,3 Millionen Aktien verkauft werden. Ursprünglich hatte das Unternehmen Einnahmen von mehr als 58 Millionen Euro angepeilt, diese Erwartungen dann aber auf rund 30 Millionen Euro reduziert. Die Familie will die Mehrheit mit rund 60 Prozent der Anteile behalten.

Mit dem Erlös aus dem Börsengang will der Verlag verstärkt eigene Inhalte und Marken entwickeln. Zudem sollen die Digitalisierung und Internationalisierung sowie der Rechteerwerb von Spitzentiteln und Autoren ausgebaut werden.

Ein Börsianer bezeichnete den Börsengang als schlicht uninteressant. Händler Andreas Lipkow vom Vermögensverwalter Kliegel & Hafner rechnet indes mit einer guten Entwicklung der Papiere von Bastei Lübbe. Der Preis sei immerhin sehr niedrig gewesen. Auch das allgemein positive Börsenumfeld könnte dabei hilfreich sein.

nck/dpa



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markushatt 09.10.2013
1. somit
Dinosaurier gehören ins Museum, nicht an die Börse. Inovation kostet keine Investition, nur ein Umdenken. Die Produkte sind in vielerlei Hinsicht nicht zeitgemäß.
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