Vorwurf der Steuerhinterziehung Razzia bei Modeunternehmen Bogner

Der Münchner Modehersteller Bogner soll seinen Mitarbeitern Rabatte und Geschenke gegeben haben, ohne sie zu versteuern. Jetzt durchsuchte die Staatsanwaltschaft Geschäftsräume.

Bogner-Geschäft in München
Alexander Pohl / imago images

Bogner-Geschäft in München


Beim Münchner Modeunternehmen Bogner hat es eine Razzia gegeben. Aufgrund des Verdachts der Steuerhinterziehung durchsuchte die Staatsanwaltschaft Geschäftsräume des Unternehmens.

Zuerst hatte die "Süddeutsche Zeitung" darüber berichtet. Laut "SZ" sollen Mitarbeiter Geschenke und Rabatte erhalten haben, die das Unternehmen nicht versteuert hat.

Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München I bestätigte die Durchsuchung. Sie nannte mit Verweis auf das Steuergeheimnis keine weiteren Details. Eine Bogner-Sprecherin sagte, es gehe um den Vorwurf des geldwerten Vorteils bei Mitarbeitereinkäufen. Die Ermittler durchsuchten demnach die Büros der Geschäftsführung.

Die Firma des früheren Skirennfahrers und Filmemachers Willy Bogner junior habe die Fehler bei der Versteuerung von Mitarbeitereinkäufen selbst entdeckt und bereits vor Längerem den Behörden gemeldet, sagte die Sprecherin der "SZ". Das Unternehmen kooperiere mit den Ermittlern. Deshalb könne man sich die Razzia "nicht erklären".

Bogner stellt hochwertige Bekleidung her, unter anderem Outfits für Wintersportler. Das deutsche Olympiateam hatte jahrelang bei den Winterspielen Kleidung des Herstellers getragen.

yer/dpa

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