Klimaschutz BP und Ørsted wollen grünen Wasserstoff produzieren

Zwei große Player steigen ins Geschäft mit grünem Wasserstoff ein. Der Ölkonzern BP und der dänische Energieerzeuger Ørsted wollen in Deutschland gemeinsam eine Testanlage errichten.
Meereswindpark von Ørsted

Meereswindpark von Ørsted

Foto: Phil Noble / REUTERS

Der Ölkonzern BP und der dänische Energieerzeuger Ørsted wollen gemeinsam sogenannten grünen Wasserstoff herstellen. Dabei handelt es sich um Wasserstoff, der mithilfe von erneuerbaren Energien wie Windkraft klimafreundlich hergestellt wird. Auf dem Gelände der BP-Raffinerie in Lingen im Emsland wollen die Unternehmen eine 50-Megawatt-Elektrolyseanlage bauen. Für die Erzeugung soll Strom von Ørsted-Windparks in der Nordsee verwendet werden.

Für "grünen" Wasserstoff wird ein sogenannter Elektrolyseur mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt und Wasser in Sauerstoff sowie den begehrten Wasserstoff (H2) zersetzt. Somit wird elektrische Energie in Form von Wasserstoff gespeichert.

BP will den Wasserstoff für die Produktion von Kraftstoffen nutzen. Er soll 20 Prozent des bislang mit Erdgas erzeugten Wasserstoffs ersetzen. Die Anlage soll eine Tonne "grünen" Wasserstoff pro Stunde erzeugen. Die Inbetriebnahme ist für 2024 vorgesehen.

In einer zweiten Phase könnte die Erweiterung der Elektrolyse auf 150 Megawatt ausgebaut werden, heißt es. Käme auch die Herstellung synthetischer Kraftstoffe etwa für die Luftfahrt hinzu, könnten nach Angaben der Unternehmen in einem weiteren Projektschritt Elektrolysekapazitäten von 500 Megawatt entstehen.

ssu/dpa-AFX
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.