Breitbandausbau US-Investor KKR reicht Deutsche Glasfaser weiter

Verkauf nach wenigen Jahren: Der US-Investor KKR trennt sich vom Breitbandspezialisten Deutsche Glasfaser. Die neuen Eigentümer kommen aus Schweden und Kanada - und wollen das Borkener Unternehmen fusionieren.
Verlegung von Glasfaserkabeln in Hannover (Archivbild): In der Regel stabile Renditen

Verlegung von Glasfaserkabeln in Hannover (Archivbild): In der Regel stabile Renditen

Foto: Julian Stratenschulte/ dpa

Der Breitbandspezialist Deutsche Glasfaser wechselt den Besitzer: Der Kabelnetzbetreiber wird vom US-Finanzinvestor KKR an den schwedischen Investor EQT und den kanadischen Pensionsfonds Omers verkauft. Die Transaktion solle im zweiten Quartal abgeschlossen werden, teilte KKR mit. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt.

EQT hatte schon im vergangenen Jahr den Glasfasernetzbetreiber Inexio geschluckt und will diesen nun mit der Deutschen Glasfaser zusammenlegen. Finanzinvestoren haben die Firmen im Visier, da sie in der Regel stabile Renditen abwerfen.

"Mit der mittelfristigen Zielsetzung von mehr als sechs Millionen Glasfaseranschlüssen für die neue Unternehmensgruppe haben wir uns eine sehr hohe Schlagzahl beim Ausbau vorgenommen", sagte Deutsche-Glasfaser-Chef Uwe Nickl. In den kommenden Jahren sollen rund sieben Milliarden Euro in den Glasfaserausbau fließen. Neben den Partnerschaften mit Deutscher Telekom und Vodafone will das Unternehmen weitere Kooperationen schließen.

KKR hatte Deutsche Glasfaser 2015 übernommen. Der US-Investor ist inzwischen auch größter Aktionär beim Axel-Springer-Verlag. Zu den deutschen Beteiligungen von EQT gehört der Medizintechnik-Konzern Otto Bock.

dab/Reuters/dpa