Brexit-Folge Easyjet-Aktie bricht um 20 Prozent ein

Nach dem Brexit-Votum warnt der britische Billigflieger Easyjet vor einem Gewinnrückgang. Die Investoren reagieren: Die Aktie fällt massiv.

Easyjet am Flughafen Orly in Frankreich
REUTERS

Easyjet am Flughafen Orly in Frankreich


Das Votum der Briten zum Austritt aus der Europäischen Union durchkreuzt auch die Gewinnpläne des Billigfliegers Easyjet Chart zeigen. Der Umsatz je Passagiersitz dürfte in Folge der Unsicherheit in diesem Sommer deutlicher zurückgehen als bisher gedacht, teilte das britische Unternehmen mit.

Wegen des Brexit-Votums könnten sich weniger Menschen im Sommer für eine Flugreise entscheiden. Mit der Aussage schickte der Konzern seine Aktien auf Talfahrt: Sie brachen um über 20 Prozent ein. Das Minus innerhalb der vergangenen sieben Tagen beläuft sich auf 32 Prozent. Die British-Airways-Mutter IAG senkte bereits am Freitag wegen der Marktunsicherheiten nach dem Votum den Ausblick für dieses Jahr.

Streik und Unwetter sorgen für schlechtere Zahlen

Fluglinien wären vom Abschied der Briten aus Europa besonders betroffen. Zudem müssen sich speziell britische Airlines langfristig um den Zugang zum europäischen Markt sorgen. Bislang konnten Easyjet und British Airways etwa dank der EU-Mitgliedschaft des Vereinigten Königreichs alle EU-Märkte anfliegen. Der Vorteil fällt mit einem Austritt weg.

Zu schaffen machten Easyjet auch Unwetter und der Fluglotsenstreik in Frankreich. Das habe im Mai und Juni zu über tausend Flugausfällen geführt. Auch der Absturz einer EgyptAir-Passagiermaschine im Mai habe die Nachfrage nach Easyjet-Reisen bereits deutlich gedämpft. Das Unternehmen rechnet daher im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2015/2016 mit einem stärkeren Rückgang des Umsatzes pro Sitz um 8,6 Prozent anstatt sieben Prozent.

msc/Reuters/dpa



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