Wegen Brexit Europäische Arzneimittel-Agentur schließt Büros in London

Die Nationalflaggen wurden eingeholt, die Büros geräumt: Die Arzneimittel-Agentur EMA hat wegen des Brexits ihre Büros in London geschlossen. Jetzt geht es nach Amsterdam.
EMA-Büro in London

EMA-Büro in London

Foto: Frank Augstein/ picture alliance/dpa

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat kurz vor dem Brexit mit der Schließung ihrer Büros in London und der Übersiedlung nach Amsterdam begonnen. In einer Zeremonie holten die Angestellten die 28 Nationalflaggen, die die Lobby der Büros schmückten, ein und trugen sie auf ihren Händen.

Die EMA überprüft Arzneimittel in der gesamten EU. Ihr Umzug ist eine konkrete Folge des geplanten Austritts Großbritanniens aus der EU. Rund 900 Beschäftigte der EMA werden mit ihren Familien in die Niederlande ziehen. Im Finanzzentrum der Hauptstadt wird eine neue EMA-Zentrale gebaut, deren Fertigstellung im November geplant ist. Bis dahin arbeiten die EMA-Mitarbeiter übergangsweise in einem Gebäude im Westen der Stadt. "Das ist ein trauriger Tag für Großbritannienund ein großartiger Tag für die Niederlande", sagte Jeremy Farrar, Leiter der Wellcome Stiftung zu dem Umzug.

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Wirtschaftsvertreter hatten sich bis zuletzt kritisch über den Wegzug der Behörde aus London geäußert, weil damit der Verlust hochqualifizierter Arbeitsplätze einhergeht. Außerdem verliere Großbritannien seine zentrale Stellung bei der Überwachung von Arzneimitteln.

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