Unternehmerverband warnt Brexit könnte ein Drittel der britischen Firmen zu Teilverlagerungen ins Ausland treiben

Dunkle Aussichten prognostiziert der Unternehmerverband Institute of Directors für Großbritannien: Nahezu jedes dritte Unternehmen könnte wegen des Brexits bald Teile der Firma ins Ausland verlegen.

House of Commons (Symbolbild)
ANDY RAIN/EPA-EFE/REX

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Fast jedes dritte britische Unternehmen (29 Prozent) sieht sich wegen des EU-Austritts zu Verlagerungsplänen gezwungen. Das geht aus einer Umfrage des britischen Unternehmerverbands Institute of Directors (IOD) unter seinen Mitgliedern hervor, die nun veröffentlicht wurde.

Elf Prozent der rund 1200 teilnehmenden Unternehmen gaben demnach an, wegen des EU-Austritts bereits Teile ihrer Geschäftstätigkeit ins Ausland verlagert zu haben. Fünf Prozent der Unternehmen waren in der Planungsphase und 13 Prozent zogen eine Verlagerung aktiv in Betracht. Rund 70 Prozent der Firmen mit einer Verlagerung oder entsprechenden Plänen wählten Standorte innerhalb der EU.

"Der hart erarbeitete Ruf Großbritanniens als stabiles Umfeld für Unternehmen wird ausgehöhlt. Unsere Politiker müssen sich darüber klar werden, wenn wir jetzt in die entscheidende Phase der Verhandlungen eintreten", sagte IOD-Chef Edwin Morgan einer Mitteilung zufolge. Besonders für kleinere Unternehmen sei der Schritt ins Ausland kostspielig.

Zwei Monate vor dem für den 29. März geplanten Brexit ist noch immer nicht geregelt, wie der EU-Austritt ablaufen soll. Ein No-Deal Brexit hätte erhebliche Folgen für die Wirtschaft.

tin/dpa



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