Sorge vor ungeregeltem Brexit Pizzakette bunkert Zutaten

Die Fast-Food-Kette Domino's sorgt sich wegen des Brexits um den Nachschub für ihre britischen Filialen - und pumpt Millionen Euro in die Aufstockung ihrer Lager.

Domino's Filiale in London
REUTERS

Domino's Filiale in London


Seit Boris Johnson das Amt des britischen Premierministers übernommen hat, wird ein Ausscheiden Großbritanniens aus der EU ohne Abkommen immer wahrscheinlicher, ein No-Deal-Brexit also.

Viele Konzerne verfolgen diese Entwicklung mit Sorge und treffen Vorkehrungen. So auch die international tätige Pizzakette Domino's: Das Fast-Food-Unternehmen betreibt weltweit etwa 14.000 Filialen. Um die Belieferung der mehr als tausend Standorte in Großbritannien auch über das Brexit-Datum 31. Oktober hinaus zu gewährleisten, hat der Konzern nun begonnen, seine Lagerbestände massiv aufzustocken. Das berichtet unter anderem der britische "Guardian" unter Berufung auf eine Mitteilung des Unternehmens.

Domino's gibt demnach an, für sieben Millionen Pfund - umgerechnet etwa 7,6 Millionen Euro - Pizzazutaten eingelagert zu haben. Grund sei die Tatsache, dass ein ungeordneter Brexit "das gesteigerte Risiko für Störungen der Lieferketten" berge. Das Unternehmen importiert rund ein Drittel seiner Zutaten von außerhalb Großbritanniens.

beb



insgesamt 69 Beiträge
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tiger-li 07.08.2019
1. Haltbarkeit
Hab zwar noch nie was von der Kette gehört, hab also keine Ahnung was für Zutaten die Pizzeria so braucht, aber das geht halt nur da, wo frische kein Thema ist.... Bei Elektronik sieht es mit der Vorratshaltung auch schwierig aus!
GyrosPita 07.08.2019
2.
Ganz ehrlich: das wäre eine der ganz wenigen positiven Auswirkungen des Brexits, wenn diese "Pizza"kette ihren Schweinfraß nicht mehr produzieren und unters Volk bringen könnte. Selten so mies gegessen wie nach erfolgter Lieferung von Dominos, der Fettfraß stößt einem am nächsten Tag noch auf. Essen in dieser Form wird eigentlich von der Müllabfuhr abgeholt und nicht einem noch für teures Geld ins Haus gebracht.
m_s@me.com 07.08.2019
3. Britannien drohen WTO-Zölle, bunkern verzögert minimal
Wenn UK bald auf eingeführte Waren roundabout 10% Zoll bezahlt, dann wird das die Wirtschaft wohl nicht verkraften. Es ist nett, wenn man das drei-vier Monate herauszögern kann, aber die wahren Problem setzen danach ein. Preissteigerungen von 10% würden das Land in eine Deoression treiben. UK importiert das Gros seiner Lebensmittel. So, Boris, und jetzt kommst Du: Ab Ende Oktober werden Dir Deine Sprüche nicht mehr helfen.
rst2010 07.08.2019
4. was bringt das?
pizza aus uraltem mozzarella?!? die zutaten auf einer pizza müssen frisch sein.
mimas101 07.08.2019
5. Hmm Tja
Wird nix helfen denn irgendwann sind die Lager auch mal leer. Und wenn ich daran denke das Flüssigei, oder sonstwas, in irgendeinem Lager 3 Jahre lang herumgegammelt ist bevor es in den Teig kam... Ich befürchte also das diese Ladenkette pleite gehen wird weil sie keine frischen Pizzen mehr herstellen kann.
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