Sumitomo Mitsui Brexit treibt dritte japanische Bank nach Frankfurt

Im Finanzsektor wirft der Brexit seine Schatten voraus - und der Standort Deutschland profitiert: Binnen weniger Tage hat die dritte japanische Bank sich für Frankfurt als Ausweichstandort entschieden.
Skyline von Frankfurt

Skyline von Frankfurt

Foto: Christoph Schmidt/ dpa

Japans drittgrößte Bank Sumitomo Mitsui hat sich für Frankfurt als künftigen EU-Standort entschieden. Die Bank wird nach eigenen Angaben eine Tochter in der Mainmetropole gründen, um auch nach dem Brexit alle Dienstleistungen in der Europäischen Union anbieten zu können. Wie viele der rund 1000 Mitarbeiter in London an den Main umziehen werden, blieb zunächst unklar.

Bislang betreibt ein großer Teil der internationalen Banken sein EU-Geschäft aus London heraus. Dieses Tor wird jedoch beim Austritt Großbritanniens aus der Gemeinschaft geschlossen. Unter den EU-Finanzzentren hat deshalb ein Wettlauf begonnen, um möglichst viel Geschäft aus London zu bekommen.

Erst kürzlich hatten die japanischen Finanzhäuser Daiwa Securities und Nomura angekündigt, ihren EU-Sitz nach Frankfurt zu verlegen.

Der Verband der Auslandsbanken erwartet, dass durch den Brexit in den nächsten zwei Jahren 3000 bis 5000 Arbeitsplätze in Frankfurt entstehen. Das dürfte sich Experten zufolge bald auch auf dem Frankfurter Büroimmobilienmarkt bemerkbar machen.

asa/Reuters
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