Brexit Vodafone droht mit Wegzug aus Großbritannien

Bislang hat Vodafone seinen Hauptsitz in London. Angesichts des Brexit-Votums erwägt der Mobilfunkanbieter allerdings einen Umzug. In einem ersten Schritt soll der Standort Brüssel gestärkt werden.

Vodafone-Filiale in London
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Vodafone-Filiale in London


Der britische Mobilfunkanbieter Vodafone spielt öffentlich die Konsequenzen eines Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union durch. Das Unternehmen erwägt offenbar nach dem Brexit-Votum, seinen Hauptsitz aus London zu verlegen. Es sei wichtig, weiterhin von der Freizügigkeit von Bürgern, Kapital und Gütern zu profitieren, schrieb das Unternehmen einem BBC-Bericht zufolge an mehrere Medien.

Noch sei es zu früh, über den langfristigen Standort des Hauptsitzes zu entscheiden, aber es werde entschieden, "was auch immer zweckmäßig" sei, heißt es weiter. Vodafone beschäftigt rund 13.000 Menschen in Großbritannien und hat Sitze in London und Newbury. Der Konzern kündigte an, seine Beziehungen zu Brüssel zu verstärken, und seine Gewinne künftig in Euro statt in Pfund auszuweisen.

Am Vortag hatte sich Großbritanniens Wirtschaftsminister Sajid Javid mit Wirtschaftsvertretern getroffen, um die Folgen des EU-Referendums zu diskutieren. 52 Prozent der Briten hatten vergangenen Donnerstag für den Austritt aus der EU gestimmt. Eines der wichtigsten Argumente der Brexit-Kampagne war, die Freizügigkeit einzuschränken und Einwanderung aus der EU zu kontrollieren.

brk/dpa/Reuters



insgesamt 46 Beiträge
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fischersfritzchen 29.06.2016
1. War ja abzusehen,...
...schließlich sind "die Konzerne" ja ebenso groß im Feindbild der Brexiter, wie "die EU-Politiker" und "die Einwanderer". In 10 Jahren sieht es dann in ganz England aus wie in "der Doktor und das liebe Vieh" - einschließlich der noch vorhandenen Autos. - Idyllisch ;-)
heiden98 29.06.2016
2. Bitte
bleibt da.
ttvtt 29.06.2016
3. Kapital kennt keine Heimat
Kapital kennt keine Heimat und Sentimentalitäten. Hier ein Mobilfunkanbieter mit ein paar tausend Arbeitern, da eine Bank mit 1000 und noch eine Bank mit 2000, dann noch amerikanische Unternehmen mit hier mal 1000 oder 3000 Arbeitnehmern und plötzlich fehlen England und besonders London 20.000 Arbeitsplätze. Das Gute ist aber dann auch, dann will auch keiner mehr nach England einwandern und somit bekommen die Engländer was sie wollen nur teuer erkauft.
juergw. 29.06.2016
4. Ab nach Luxenburg....
persönliche Beratung durch Steuersparexperte J.C.Junker.Warum als Großkonzern mehr als 1000,--Euro Steuern zahlen im Jahr?Reverenzen:Amazon,IKEA etc. sind schon da.So gefällt uns die EU !
Korken 29.06.2016
5. Einiges an Übertreibungen - geplant?
Mir scheint, es wird auf der Insel seit dem Bekanntwerden des Ergebnisses vieles absichtlich übertrieben. Jedenfalls sind die Planungsankündigungen so, dass sie jederzeit auch nicht durchgeführt oder rückgängig gemacht werden können. Wahrscheinlich möchte man so die Regierung dazu bringen, übder den Brexit-Schritt doch nochmal nachzudenken und bei einem weiteren Referendum mit diesen Ankündigungen auf ein Remain hoffen. ich sage da nur, bitte endlich mal durchziehen was geplant ist und nicht drumherumreden. Austrittsantrag stellen und dann Verhandlungen aufnehmen. Inzwischen wird von der insel schon damit gedroht, dass GB nicht Austritt. Völlig schizophren.
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