Preisabsprachen unter Autozulieferern Bridgestone muss 425 Millionen Dollar Strafe zahlen

Wegen Preisabsprachen muss der Autozulieferer Bridgestone eine hohe Strafe zahlen. Mehr als zwanzig weitere Konzerne haben den US-Justizbehörden gegenüber ähnliche Vergehen eingeräumt. Bridgestone aber trifft es besonders heftig.

Reifen von Bridgestone: Bedauerliche Vorfälle
Bridgestone

Reifen von Bridgestone: Bedauerliche Vorfälle


Washington - Das US-Justizministerium geht scharf gegen Kartelle in der Autozulieferbranche vor - jetzt hat es Bridgestone getroffen. Wegen jahrelanger Preisabsprachen bei Gummiteilen muss der Autozulieferer eine Strafe von 425 Millionen Dollar (311 Mio Euro) zahlen. Das japanische Unternehmen werde sich schuldig bekennen, erklärte das US-Justizministerium am Donnerstag in Washington. Bridgestone bestätigte, die Schuld anzuerkennen. Ein Gericht muss der Übereinkunft noch zustimmen.

Bridgestone soll zwischen 2001 und 2008 illegale Preisabsprachen getroffen haben. Das Management teilte mit, die Vorkommnisse zu bedauern. Die Handlungen seien dem Unternehmen zuvor nicht bekannt gewesen. Insgesamt hatten sich 26 Firmen schuldig bekannt oder ihre Absicht dazu deutlich gemacht, meldete die Nachrichtenagentur AP. Insgesamt sollen die Firmen demnach mehr als zwei Milliarden Dollar zahlen.

Bridgestone trifft es dabei besonders hart. Grund dafür ist, dass das Unternehmen vor zweieinhalb Jahren schon einmal für Absprachen belangt wurde und damals mit 28 Millionen Dollar büßte. Im aktuellen Fall ging es um Gummiteile, die zur Schwingungsdämpfung im Auto eingesetzt werden.

vks/dpa/AP



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