Trotz Kursrutsch Hedgefonds macht fast 15 Prozent Rendite

Starke Performance in miesen Märkten: Der Hedgefonds Bridgewater Pure Alpha hat laut zwei Berichten im vergangenen Jahr eine satte Rendite verbucht - unter anderem dank Wetten gegen Dax-Firmen.
Bridgewater-Gründer Ray Dalio

Bridgewater-Gründer Ray Dalio

Foto: Anja Niedringhaus/ ASSOCIATED PRESS

Die Investmentgesellschaft Bridgewater Associates hat 2018 offenbar eine herausragende Performance geschafft - obwohl beinahe alle wichtigen Märkte das Jahr mit einem Minus abschlossen.

Pure Alpha, das Flaggschiff-Portfolio von Bridgewater, erzielte demnach im vergangenen Jahr eine Rendite von 14,6 Prozent - während seine Konkurrenten laut HFRX Global Hedge Fund Index  im Schnitt Verluste von 6,7 Prozent verbuchten. Das berichten die britische "Financial Times"  und die US-Wirtschaftsagentur Bloomberg  unter Berufung auf Insider.

Bridgewater wollte die Zahlen auf Anfrage weder bestätigen noch dementieren. Zu seiner genauen Anlagestrategie machte das Unternehmen ebenfalls keine Angaben. Es ist jedoch bekannt, dass der Pure-Alpha-Fonds einen Investmentansatz verfolgt, bei dem möglichst viele verschiedene, voneinander unabhängig performende Investments gesucht werden.

Laut "Handelsblatt"  geht zumindest ein Teil der Pure-Alpha-Gewinne auf Wetten gegen Unternehmen aus dem deutschen Leitindex zurück. Ende März habe Bridgewater zeitweise rund 8,2 Milliarden Euro auf fallende Kurse bei 14 Dax-Titeln gesetzt, darunter SAP  , Siemens  , Allianz   und Deutsche Bank  , berichtet die Zeitung unter Berufung auf den Bundesanzeiger. Dazu habe Bridgewater eine Weile gegen italienische Banken gewettet, als diese im Frühjahr 2018 in der Krise steckten.

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Foto: Arne Dedert / dpa

Bridgewater Associates wurde in den Siebzigerjahren von dem heutigen Multimilliardär Ray Dalio gegründet. Das Unternehmen verwaltet nach eigenen Angaben ein Vermögen von insgesamt 160 Milliarden Dollar und ist weltweit in rund 150 Märkten aktiv.

Die globalen Aktien-, Anleihen- und Rohstoffmärkte verzeichneten 2018 große Verluste. Die US-Börsen, die US-Staatsanleihenmärkte, der gesamte Rohstoffsektor inklusive Gold, die Börsen der Schwellenländer und Aktienmärkte in Europa inklusive Deutschland schlossen das Jahr größtenteils mit heftigen Einbußen ab.

ssu