Hauptversammlung von Berkshire Hathaway Buffett will in Deutschland zukaufen

Mit dem deutschen Markt liebäugelt er schon lange - jetzt kündigt Warren Buffett mindestens eine weitere Übernahme in der Bundesrepublik an.

Warren Buffett (l.) mit Bill Gates auf der Hauptversammlung von Berkshire Hathaway: Plant Gates weitere Pulloverübernahmen von Hans-Dietrich Genscher?
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Warren Buffett (l.) mit Bill Gates auf der Hauptversammlung von Berkshire Hathaway: Plant Gates weitere Pulloverübernahmen von Hans-Dietrich Genscher?


Starinvestor Warren Buffett will weitere deutsche Unternehmen schlucken. "Meine Prognose: Wir werden mindestens eine Übernahme in den nächsten fünf Jahren machen", sagte Buffett am Samstag bei der Hauptversammlung seiner Investmentfirma Berkshire Hathaway in Omaha im US-Bundesstaat Nebraska. Im Vergleich zu US-Unternehmen seien die Bedingungen günstig.

"Wir haben uns in Europa lange Zeit mit Zukäufen schwergetan", ergänzte Buffetts Vize Charlie Munger beim 50. Jubiläum des traditionellen Aktionärstreffen in Buffetts Heimatstadt. Doch Deutschlands Unternehmen seien traditionell stark, wenn es um Technologie und Ingenieurwesen ginge. "Wir bewundern das."

Im Februar hatte Berkshire Hathaway die Hamburger Firma Louis übernommen, einen Händler für Motorradzubehör. "Wir haben Deutschland nun viel mehr auf dem Radar als noch vor ein paar Jahren", sagte Buffett. Die wegen ihres Gespürs für lukrative Anlagemöglichkeiten das "Orakel von Omaha" genannte Investoren-Legende hält auch schon lange ein großes Aktienpaket am Rückversicherer Munich Re .

Am Freitag hatte Buffett seine Anhänger bereits mit starken Geschäftszahlen verwöhnt. Im ersten Quartal verdiente Berkshire Hathaway unterm Strich 5,16 Milliarden Dollar (4,6 Mrd Euro). Das waren zehn Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg um sieben Prozent auf 48,64 Milliarden Dollar.

Berkshire Hathaway hält ein Portfolio von über 80 Tochterfirmen und Aktienpakete an Großkonzernen wie Coca-Cola , IBM und Munich Re. Im März hatte Buffett gemeinsam mit dem brasilianischen Finanzinvestor 3G die Fusion der US-Lebensmittelriesen Heinz Ketchup und Kraft Foods eingefädelt. Die Zahlen wurden zum Auftakt einer großen Party anlässlich des 50. jährlichen Aktionärstreffen in Buffetts Heimatstadt Omaha in Nebraska vorgelegt.

ric/dpa

insgesamt 15 Beiträge
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der_Russe 03.05.2015
1. Mir sind seine Geldanlagen...
....immer ein Wenig zu konservativ. Trotzdem kann ich mir bei seinen Ideen ein Lächeln nicht verkneifen, wenn ich lese, dass er innerhalb der nächsten fünf Jahre die Übernahme eines deutschen Unternehmen plant - Respekt. Bleibt die Frage, ob er sich selber noch Schuldverschreibungen mit 10-jähriger Laufzeit in sein privates Depot legt? Wenn ja, dann BUFFETT for PRESIDENT!
happy2010 03.05.2015
2.
Nicht vergessen sollte man, dass auch hier Steueroasen die Gewinne der Insdtriestaaten abschöpfen. Nicht umsonst ist sein Firmengeflecht in nahezu alle Steuerschmarotzerstaaten dieses Erdballs steuerlich vertreten
distel61 03.05.2015
3. @ Familienunternehmer
Standhaft bleiben, eigene Nachfolger heranführen oder innerhalb Deutschlands an andere Familienunternehmer verkaufen!
bligen 03.05.2015
4. Normal
Zitat von happy2010Nicht vergessen sollte man, dass auch hier Steueroasen die Gewinne der Insdtriestaaten abschöpfen. Nicht umsonst ist sein Firmengeflecht in nahezu alle Steuerschmarotzerstaaten dieses Erdballs steuerlich vertreten
So arbeiten die Hedgefonds nun mal und keiner traut sich dies zu ändern. Es ist einfacher irgendwelche neue Steuern einzuführen und die Allgemeinheit den Ausfall zahlen zu lassen.
belmoth 03.05.2015
5. Na und...
für Ihn als Unternehmer falen in den USA sowie so viel weniger Steuern an. Er selbst hat ja schon angekündigt, das sein Geld in die Bill und Melinda Gates Stiftung fliest. Seine Kinder bekommen mehr oder weniger garnichts. ist bei der Erbschaftssteuer in den USA auch sinnvoll. die greift nähmlich ganz anders zu, deshalb gibt es in den USA auch so wenig Familiengeführte Mittelständler (Hidden Champions. Buffets Anlage strategie ist nicht konservativ, sondern staubtrocken. Erkauft nur Aktien von Unternehmen die er versteht. Kein Internet, kaum Immobilien etc. ==> Keine Blasen. Strafverschärfend verkauft der Mann auch keine Aktin, Geld wird mit der Dividende verdient, nicht mit der kurzfristigen Aktienspekulation. Hier gibts auch die entsprechende Rendite. Das seit FÜNFZIG JAHREN!!!
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