Verkehrsministerium Bund fordert von der Bahn 700 Millionen Euro Dividende

Die Bahn soll in diesem und in den künftigen Jahren 700 Millionen Euro Dividende an den Bund zahlen. Zuletzt hatte das Unternehmen die Ausschüttung radikal gekürzt.

ICE in Frankfurt am Main: Die Bahn halbierte 2013 ihren Gewinn
Getty Images

ICE in Frankfurt am Main: Die Bahn halbierte 2013 ihren Gewinn


Berlin - Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt verlangt für das Jahr 2014 höhere Zahlungen von der Deutschen Bahn. Das Unternehmen soll von seinem Gewinn wieder deutlich mehr an den Bund überweisen.

"Für das Geschäftsjahr 2014 wird eine Dividendenausschüttung in Höhe von 700 Millionen Euro angestrebt", heißt es in einem Schreiben des Verkehrsstaatssekretärs Enak Ferlemann (CDU) an den Bundestagsverkehrsausschuss, meldet die Nachrichtenagentur dpa. Zuvor hatte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" ("FAZ") darüber berichtet. Der Brief Ferlemanns sei an den Vorsitzenden des Bundestagsverkehrsausschusses, Martin Burkert (SPD), gerichtet, schreibt die Zeitung - das Verkehrsministerium sei offenbar nicht bereit, die Bahn schon jetzt von ihren Zahlungsverpflichtungen zu entlasten.

Der Bund hatte dem Unternehmen für das vergangene Jahr wegen der schwachen Bilanz 325 Millionen Euro erlassen: Die Bahn strich die Dividende von den abgesprochenen 525 Millionen Euro auf 200 Millionen Euro zusammen.

Die Bahn halbierte 2013 ihren Gewinn. Wie der SPIEGEL berichtete, lag das Ergebnis nach Steuern bei knapp 650 Millionen Euro. 2012 hatte das Unternehmen mit knapp 1,5 Milliarden Euro noch mehr als das Doppelte verdient.

Seit dem Jahr 2011 zahlt die Bahn dem Bund aus ihrem Gewinn eine Dividende. Zunächst flossen 500 Millionen Euro pro Jahr an Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU).

bos/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.