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13. März 2014, 12:13 Uhr

Gewinn 2013

Bundesbank macht Plus von 4,6 Milliarden Euro

Geldsegen für den Bundesfinanzminister: Die Deutsche Bundesbank überweist für 2013 einen Gewinn von 4,6 Milliarden Euro an den Staat. Das ist fast sieben Mal mehr als im Jahr davor.

Frankfurt am Main - Der Höhepunkt der Euro-Krise scheint vorbei - auch in der Bilanz der Deutschen Bundesbank: Die Notenbank verbuchte 2013 einen Gewinn von insgesamt 4,6 Milliarden Euro, auch weil sie keine hohen Rückstellungen mehr für die Risikovorsorge bilden muss.

Das Plus liegt damit deutlich über den Erwartungen der Bundesregierung, die in ihren Haushaltsplanungen von mindestens 2,5 Milliarden Euro für 2013 ausging. Der Gewinn der Notenbank wird laut Gesetz in voller Höhe an den Bund abgeführt. Im Vorjahr war das Ergebnis mit einem Plus von 664 Millionen Euro vergleichsweise mager ausgefallen.

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann erklärte die positive Entwicklung auch damit, dass etwa die Bestände riskanter Staatsanleihen aus Euro-Krisenländern in den Bilanzen der Notenbanken zurückgegangen seien. "Die notwendigen Anpassungsprozesse in den von der Krise besonders betroffenen Ländern sind erkennbar vorangekommen, das Vertrauen kehrt allmählich zurück", sagte Weidmann.

Der Bundesbank-Chef wollte dennoch keine allgemeine Entwarnung geben: Es sei nicht angebracht, die in den vergangenen Jahren auf 14,4 Milliarden Euro angeschwollenen Rückstellungen aufzulösen. "Um die Krise und ihre tiefer liegenden strukturellen Ursachen tatsächlich dauerhaft zu überwinden, sind weiterhin erhebliche Anstrengungen und ein langer Atem nötig", befand Weidmann.

Bundesbank-Gold verliert an Wert

Wichtigste Quelle des Bundesbank-Gewinns waren wie in den Vorjahren die Zinserträge. Allerdings sank der Nettozinsertrag binnen Jahresfrist von 8,3 Milliarden auf 5,6 Milliarden Euro.

Der Wert des Bundesbank-Goldes sank deutlich, weil die Marktpreise stark gefallen sind: Zum Bilanzstichtag Ende Dezember stand das Edelmetall mit rund 95 Milliarden Euro in den Büchern der Notenbank - das waren fast 43 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Das wirkt sich allerdings nicht auf den Bundesbank-Gewinn aus.

Die Bundesbank ist derzeit dabei, Goldbarren aus New York und Paris in heimische Tresore zu verlagern. Bis spätestens 2020 soll die Hälfte des Goldschatzes von fast 3400 Tonnen in Deutschland untergebracht sein.

yes/dpa/Reuters

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