Gewinn 2013 Bundesbank macht Plus von 4,6 Milliarden Euro

Geldsegen für den Bundesfinanzminister: Die Deutsche Bundesbank überweist für 2013 einen Gewinn von 4,6 Milliarden Euro an den Staat. Das ist fast sieben Mal mehr als im Jahr davor.

Bundesbank-Präsident Weidmann: Noch keine allgemeine Entwarnung
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Bundesbank-Präsident Weidmann: Noch keine allgemeine Entwarnung


Frankfurt am Main - Der Höhepunkt der Euro-Krise scheint vorbei - auch in der Bilanz der Deutschen Bundesbank: Die Notenbank verbuchte 2013 einen Gewinn von insgesamt 4,6 Milliarden Euro, auch weil sie keine hohen Rückstellungen mehr für die Risikovorsorge bilden muss.

Das Plus liegt damit deutlich über den Erwartungen der Bundesregierung, die in ihren Haushaltsplanungen von mindestens 2,5 Milliarden Euro für 2013 ausging. Der Gewinn der Notenbank wird laut Gesetz in voller Höhe an den Bund abgeführt. Im Vorjahr war das Ergebnis mit einem Plus von 664 Millionen Euro vergleichsweise mager ausgefallen.

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann erklärte die positive Entwicklung auch damit, dass etwa die Bestände riskanter Staatsanleihen aus Euro-Krisenländern in den Bilanzen der Notenbanken zurückgegangen seien. "Die notwendigen Anpassungsprozesse in den von der Krise besonders betroffenen Ländern sind erkennbar vorangekommen, das Vertrauen kehrt allmählich zurück", sagte Weidmann.

Der Bundesbank-Chef wollte dennoch keine allgemeine Entwarnung geben: Es sei nicht angebracht, die in den vergangenen Jahren auf 14,4 Milliarden Euro angeschwollenen Rückstellungen aufzulösen. "Um die Krise und ihre tiefer liegenden strukturellen Ursachen tatsächlich dauerhaft zu überwinden, sind weiterhin erhebliche Anstrengungen und ein langer Atem nötig", befand Weidmann.

Bundesbank-Gold verliert an Wert

Wichtigste Quelle des Bundesbank-Gewinns waren wie in den Vorjahren die Zinserträge. Allerdings sank der Nettozinsertrag binnen Jahresfrist von 8,3 Milliarden auf 5,6 Milliarden Euro.

Der Wert des Bundesbank-Goldes sank deutlich, weil die Marktpreise stark gefallen sind: Zum Bilanzstichtag Ende Dezember stand das Edelmetall mit rund 95 Milliarden Euro in den Büchern der Notenbank - das waren fast 43 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Das wirkt sich allerdings nicht auf den Bundesbank-Gewinn aus.

Die Bundesbank ist derzeit dabei, Goldbarren aus New York und Paris in heimische Tresore zu verlagern. Bis spätestens 2020 soll die Hälfte des Goldschatzes von fast 3400 Tonnen in Deutschland untergebracht sein.

yes/dpa/Reuters



insgesamt 7 Beiträge
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Seite 1
Pandora0611 13.03.2014
1. Die Bundesbank überweist 4,6 Milliarden an Schäuble
Zitat von sysopREUTERSGeldsegen für den Bundesfinanzminister: Die Deutsche Bundesbank überweist für 2013 einen Gewinn von 4,6 Milliarden Euro an den Staat. Das ist fast sieben Mal mehr als im Jahr davor. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/bundesbank-macht-gewinn-von-4-6-milliarden-euro-a-958414.html
Aber baut Schäuble auch nur einen Euro der Staatsverschuldung ab? *NEIN!!!* Im Gegenteil! Er erhöht die Neuverschuldung noch um 6,5 Milliarden. Quelle: Zeit http://www.zeit.de/2014/12/neuverschuldung-schwarze-null
vask 13.03.2014
2.
Zitat von Pandora0611Aber baut Schäuble auch nur einen Euro der Staatsverschuldung ab? *NEIN!!!* Im Gegenteil! Er erhöht die Neuverschuldung noch um 6,5 Milliarden. Quelle: Zeit http://www.zeit.de/2014/12/neuverschuldung-schwarze-null
Wenn man der Einzige weltweit ist, der überhaupt daran denkt, seine Schulden jemals zu begleichen, dann ist man im Endeffekt der Dumme, wenn es mal einen globalen, alternativlosen haircut gibt. Vielleicht weiß der Herr ja mehr. :)
Rlpler 13.03.2014
3. Trotzdem...
Die nicht kalkulierten 2,1Mrd. ? in die Schuldentilgung, oder 2,1 Mrd. weniger Schuldenaufnahme. Das macht 50-100 Mio. ? weniger Zinsen im Jahr. Und damit kann man doch schonmal was anfangen.
dasdondel 13.03.2014
4. woher ?
woher kommt der Gewinn ? Zinserträge sind gesunken, Gold gesunken. woher kommt der Gewinn ?
gudrege 13.03.2014
5. Falsch.
"...4,6 Milliarden Euro an den Staat. Das ist fast sieben Mal mehr als im Jahr davor."
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