Bundeskartellamt Wettbewerbshüter ermitteln gegen Fleischindustrie

Das Bundeskartellamt ermittelt gegen zahlreiche Unternehmen in der Fleischwarenindustrie. Der Vorwurf: Sie sollen sich bei den Preisen abgesprochen haben.

Ein Schälchen Currywurst: Die Fleischwarenindustrie steht unter Verdacht, sich bei Preisen abgesprochen zu haben
DPA

Ein Schälchen Currywurst: Die Fleischwarenindustrie steht unter Verdacht, sich bei Preisen abgesprochen zu haben


Frankfurt am Main - 41 Ermittler und 46 Polizisten für 19 Firmen: Das Bundeskartellamt ermittelt laut einem Bericht der "Lebensmittel Zeitung" wegen illegaler Preisabsprachen gegen zahlreiche Unternehmen in der deutschen Fleischwarenindustrie. Nach einem Anfangsverdacht habe das Kartellamt 19 Firmen, darunter auch führende Markenhersteller, unter die Lupe genommen.

Bereits Ende Juli seien insgesamt 41 Ermittler der Behörde und 46 Polizeibeamte in ganz Deutschland unterwegs gewesen. Dabei sei umfangreiches Datenmaterial in "wesentlichen Unternehmen der Fleischwarenindustrie" beschlagnahmt worden, berichtete das Kartellamt der Zeitung. Es gebe konkrete Hinweise auf Preisabsprachen zwischen den Jahren 2003 und 2008.

In jüngster Zeit habe das Bundeskartellamt vermehrt die Ernährungsindustrie beobachtet. 2008 sei so die Süßwarenbranche ins Visier der Behörde gekommen. Auch bei Herstellern von Röstkaffee ging das Amt dem Verdacht auf Preisabsprachen nach. Im Spätherbst soll es Ergebnisse aus den Untersuchungen gegen große Zuckerhersteller geben.

fro/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.