Burger für Muslime Rechtsextreme Partei verklagt Fast-Food-Restaurant

Die Burger-Kette Quick will muslimische Kunden in Frankreich mit einem speziellen Angebot anlocken. Das sorgt für Ärger bei den Rechtsextremen, die jetzt Klage eingereicht haben - die Aktion diskriminiere Nichtmuslime.

Halal-Burger: Rechte in Frankreich fühlen sich diskriminiert
AP

Halal-Burger: Rechte in Frankreich fühlen sich diskriminiert


Straßburg - In Frankreich leben mehr als fünf Millionen Muslime - eine Zielgruppe, die die Schnellimbisskette Quick mit einem speziellen Angebot für sich gewinnen will: Hamburger, die nach dem islamischen Reinheitsgebot zubereitet werden.

Eine Geschäftsidee, gegen die jetzt die rechtsextreme Partei Alsace d'Abord klagen will. Die kuriose Begründung: Das Angebot der belgischen Imbisskette sei eine Diskriminierung für Nichtmuslime. Eine solche Diskriminierung verbiete das französische Strafrecht, sagte der Vorsitzende der rechten Partei, Jacques Cordonnier, am Montag in Straßburg.

Quick hatte zunächst in acht Restaurants die Produktion probeweise auf die islamisch statthaften Mahlzeiten umgestellt, unter anderem in den südfranzösischen Städten Marseille und Toulouse. Mittlerweile werden Hamburger mit "Halal"-Fleisch in 22 Filialen angeboten. Zwei davon befinden sich im Elsass - hier hat die Partei, ein regionaler Ableger der französischen Front National, nach eigenen Angaben rund 300 Mitglieder.

kim/AFP



insgesamt 85 Beiträge
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ohno 06.09.2010
1. wenns nicht so traurig wäre...
Diskriminiert mich die "Schank- und Speisewirtschaft" nebenan jetzt auch? Immerhin kriege ich da weder Döner noch Misosuppe.
Gandhi, 06.09.2010
2. Schoen bloed, diese Rechtslastigen
Zitat von sysopDie Burger-Kette Quick will muslimische Kunden in Frankreich mit einem speziellen Angebot anlocken. Das sorgt für Ärger bei den Rechtsextremen, die jetzt Klage eingereicht haben - die Aktion diskriminiere Nicht-Muslime. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,716016,00.html
Wo steht denn geschrieben, dass sie diesen speziellen Burger nicht auch geniessen duerfen?
ostrakon 06.09.2010
3. oje
Typisch rechts: kein "Argument" zu doof. Seit wann kann die Erweiterung eines Angebots "diskriminierend" sein?
saul7 06.09.2010
4. ++
Zitat von sysopDie Burger-Kette Quick will muslimische Kunden in Frankreich mit einem speziellen Angebot anlocken. Das sorgt für Ärger bei den Rechtsextremen, die jetzt Klage eingereicht haben - die Aktion diskriminiere Nicht-Muslime. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,716016,00.html
Ein an den Haaren herbeigezogener und gänzlich substanzloser Protest der rechtsextremen Partei...
namlob, 06.09.2010
5. Abartig.
Zitat von sysopDie Burger-Kette Quick will muslimische Kunden in Frankreich mit einem speziellen Angebot anlocken. Das sorgt für Ärger bei den Rechtsextremen, die jetzt Klage eingereicht haben - die Aktion diskriminiere Nicht-Muslime. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,716016,00.html
Lustig. Auch Nichtmuslime besuchen türkische Restaurants. Auch Nichtjuden dürfen koschere Kost zu sich nehmen. Wer wird denn bei dem Angebot vom Kauf ausgeschlossen?
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