Hygieneskandal Jeder Dritte will vorerst nicht mehr zu Burger King

Auch wenn Burger King seinem größten Franchisenehmer inzwischen gekündigt hat: Der Skandal um Hygienemängel bei Yi-Ko führt offenbar zu einem erheblichen Imageschaden. Jeder dritte Kunde will die Kette laut einer Umfrage vorerst meiden.

Burger-King-Filiale in München: "Wir leben von der Reputation"
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Burger-King-Filiale in München: "Wir leben von der Reputation"


München - Der Skandal um seinen Franchisenehmer Yi-Ko scheint dem Ruf von Burger King erheblich zu schaden. Bei einer Forsa-Umfrage für den "Stern" bezeichneten sich insgesamt 36 Prozent der Befragten als zumindest gelegentliche Kunden der Schnellrestaurantkette, unter den 14- bis 29-Jährigen waren es sogar 59 Prozent. Von den Kunden sagten wiederum 36 Prozent, sie wollten nun vorerst nicht mehr zu Burger King gehen.

Nach einem Hygieneskandal hatte Burger King Yi-Ko in der vergangenen Woche fristlos gekündigt und dem Unternehmen die Nutzung von Firmenlogo, Produktnamen, Arbeitskleidung und Außenwerbung gerichtlich verbieten lassen. Die 89 Filialen des Franchisenehmers müssen deshalb schließen, die rund 3000 Mitarbeiter bangen um ihre Jobs.

Burger-King-Deutschlandchef Andreas Bork erklärte zuletzt, er sehe keinen nachhaltigen Imageschaden für die Kette: "Wir leben von der Reputation, das stimmt. Ich sehe aber nicht, dass unser Ruf zumindest mittel- und langfristig unter der Kündigung leidet", sagte der Manager vor einigen Tagen in einem Interview. Der Forsa-Umfrage zufolge glauben hingegen 66 Prozent der Befragten, die Marke habe schon jetzt gelitten.

Bei Yi-Ko gibt es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur einen Gesellschafterwechsel. Demnach hat Mitgesellschafter Ergün Yildiz seine Anteile verkauft. Laut "Wirtschaftswoche" trat Yildiz die Anteile an seinen Mitgesellschafter Alexander Kolobov ab. Der Russe verhandele nun als alleiniger Gesellschafter mit Burger King Europe über eine Fortführung seines Unternehmens. Aus Verhandlungskreisen sei zu hören, Kolobov hoffe, dass er die derzeit geschlossenen Restaurants Ende der Woche wieder öffnen könne. Yi-Ko-Interimsgeschäftsführer Dieter Stummel war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.

dab/dpa



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Immanuel_Goldstein 26.11.2014
1.
Nicht mehr zu Burgerking? Dagegen ist nichts einzuwenden. Nur, wer glaubt bei den Konkurrenzunternehmen sei irgendetwas erheblich besser, der möge sich dort laben. Ich sage Ihnen was: es ist völlig egal, aus welchem Trog man dieses Zeug frißt. Das Wort Speise, fällt mir persönlich dabei nicht ein.
bumminrum 26.11.2014
2. mit den alten
Gesellschaftern wird das kein Neuanfang. Da geht die Schweinerei mit dem Essen genauso weiter.
GrinderFX 26.11.2014
3.
Zitat von Immanuel_GoldsteinNicht mehr zu Burgerking? Dagegen ist nichts einzuwenden. Nur, wer glaubt bei den Konkurrenzunternehmen sei irgendetwas erheblich besser, der möge sich dort laben. Ich sage Ihnen was: es ist völlig egal, aus welchem Trog man dieses Zeug frißt. Das Wort Speise, fällt mir persönlich dabei nicht ein.
Können sie das auch begründen? Bis jetzt lese ich außer unbegründeten Unterstellungen keinen Einzigen Punkt heraus, der irgendwas irgendwie belegt. Auch sprechen Laborwerte eindeutig gegen sie.
Dr.W.Drews 26.11.2014
4. Falsche Entschedungen
Seltsames Denken, rational betrachtet. Der Skandal ist mit der Schließung der entsprechenden Filialen abgestellt. Die anderen Filialen sollten also besser sein. Allein schon weil ein Unternehmen ein vitales Eigeninteresse haben muß, daß es jetzt besser läuft. Aber rationale Entscheidungen fallen dem Menschen nun mal schwer.
GrinderFX 26.11.2014
5.
Zitat von Dr.W.DrewsSeltsames Denken, rational betrachtet. Der Skandal ist mit der Schließung der entsprechenden Filialen abgestellt. Die anderen Filialen sollten also besser sein. Allein schon weil ein Unternehmen ein vitales Eigeninteresse haben muß, daß es jetzt besser läuft. Aber rationale Entscheidungen fallen dem Menschen nun mal schwer.
Das glauben sie wirklich? Wirklich?? Burger King wusste sehr wohl über die Qualität dieser Filialen bescheid und die restlichen Filialen sehen kaum besser aus. Das ist die Burger Kings Geschäftsstrategie. Auch heißt das nicht, dass andere Ketten genauso schlecht sein müssen. Es gibt genügend Beispiel wie das besser geht. Burger King ist wie Wendys in US.
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