Einrichtungskette Butlers stellt Insolvenzantrag

Die Handelskette Butlers muss saniert werden: Das Unternehmen hat einen Insolvenzantrag gestellt. Die Gehälter der Angestellten sind nur bis einschließlich März gesichert.
Filiale der Kette Butlers

Filiale der Kette Butlers

Foto: imago/Waldmüller

Die Einrichtungskette Butlers hat beim Amtsgericht Köln Insolvenzantrag gestellt. Jörg Bornheimer von der Wirtschaftskanzlei Görg wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter der Butlers GmbH & Co. KG sowie der Butlers Handel GmbH bestellt, teilte das Unternehmen mit. Ziel sei die Sanierung des Unternehmens, sagte Bornheimer.

"Wir wollen die Chance nutzen, mit den Instrumenten der Insolvenzordnung das Handelsgeschäft so reibungslos wie möglich fortzuführen und uns markt- und wettbewerbsfähig neu zu positionieren", sagte der vorläufige Insolvenzverwalter.

Alle Filialen und der Onlineshop sollen normal geöffnet bleiben. Die Gehälter der Mitarbeiter sind nur bis einschließlich März gesichert.

Butlers wurde 1999 in Köln gegründet und zählte sich selbst zu den Marktführern im Bereich Wohnaccessoires. Das Unternehmen beschäftigt insgesamt 1000 Mitarbeiter in über 100 Filialen in Deutschland, Österreich, Großbritannien und der Schweiz. Der Jahresumsatz der Butlers-Gruppe lag zuletzt bei etwa 100 Millionen Euro.

Die Konkurrenz auf dem Einrichtungsmarkt ist hart. Stationäre Konkurrenten wie Ikea und Depot sowie Online-Anbieter wie Home24 oder Westwing kämpfen um die Gunst der Bundesbürger. Gescheitert auf diesem Markt war zuletzt Strauss Innovation, die Ende September Insolvenz anmelden musste. Vor zwei Monaten informierte der Insolvenzverwalter die Belegschaft, das der Geschäftsbetrieb Ende Februar eingestellt werde.

hej/msc/dpa
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