Carcoustics Leverkusen Chinesischer Konzern kauft deutschen Zulieferer

Chinesische Konzerne setzen ihre Einkaufstour in Deutschland fort: Die Dare-Gruppe übernimmt den Leverkusener Autozulieferer Carcoustics.

Mitarbeiter von Carcoustics
Carcoustics

Mitarbeiter von Carcoustics


Der Name des Unternehmens Carcoustics ist zwar nur den Wenigsten ein Begriff, die Produkte des deutschen Herstellers von Lärm- und Wärmedämmung sind aber in Millionen Fahrzeugen weltweit verbaut. Nun hat ein chinesischer Konzern den Zulieferer übernommen. Die Liaoning Dare Industrial Company kauft die Leverkusener Firma mit weltweit 1800 Beschäftigten, wie das Unternehmen mitteilte. Der Verkauf soll - die Genehmigung der Behörden vorausgesetzt - im vierten Quartal vollzogen werden. Bisheriger Eigentümer war der niederländische Pensionsfonds AlpInvest.

Carcoustics produziert unter anderem Dämmmaterial für den Motorraum. Der Käufer Dare hält bereits Anteile an anderen Auto-Zulieferbetrieben in China. Der Konzern kündigte an, das Wachstum von Carcoustics mit der aktuellen Geschäftsführung in China beschleunigen zu wollen. Es sei nicht geplant, Personal in Leverkusen abzubauen oder den Hauptsitz zu verlagern, sagte eine Sprecherin. Zum Kaufpreis gab es keine Angaben.

Unternehmen aus China sind seit Längerem in Deutschland auf Einkaufstour - auch in der Auto-Zuliefererbranche. So hatte die chinesische Firma Avic 2014 für 473 Millionen Euro den deutschen Auto-Zulieferer Hilite übernommen. Der Zulieferer Kiekert - Erfinder der Zentralverriegelung - ging 2012 mehrheitlich in die Hände des chinesischen Automobil-Zulieferers Lingyun.

scf/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.