US-Traditionszeitung Milliardär Slim wird größter Aktionär der "New York Times"

Der mexikanische Milliardär Carlos Slim baut seinen Anteil an der "New York Times" aus. Mit dem Erwerb weiterer Aktien steigt er zum größten Aktionär des Traditionsblattes auf. Den größten Einfluss haben aber andere.
Carlos Slim 2014 bei einer Gala in New York: Aktionär bei US-Traditionsblatt

Carlos Slim 2014 bei einer Gala in New York: Aktionär bei US-Traditionsblatt

Foto: Evan Agostini/ AP/dpa

New York - Die Finanzkrise brachte Carlos Slim und die "New York Times"(NYT) zusammen. Der mexikanische Unternehmer hatte der US-Zeitung während der Rezession 2009 rund 250 Millionen Dollar geliehen. Im Gegenzug hatte Slim Optionsscheine erhalten. Von seinem Kaufrecht machte der Milliardär nun Gebrauch. Er erwarb "NYT"-Aktien zu etwa der Hälfte des aktuellen Preises und ist nun größter Anteilseigner des Traditionsblattes.

Der laut "Forbes"-Magazin zweitreichste Mann der Welt habe von einer Option Gebrauch gemacht und 15,9 Millionen Titel zum Stückpreis von 6,36 Dollar gekauft, teilte die New Yorker Börse mit. Damit gehören Slim nun 16,8 Prozent der "New York Times". Mit dem Aktienkauf hat er seinen Anteil an dem Medienkonzern mit einem Schlag verdoppelt.

Slims Anteil ist rund 341 Millionen Dollar wert. Der "New York Times" flossen durch den Aktienkauf des Milliardärs 101,1 Millionen Dollar zu, die das Unternehmen zum Rückkauf von Aktien verwenden will.

Kontrolle über die Zeitung erhält Slim durch sein Aktienpaket allerdings nicht. Die Verlegerfamilie Sulzberger hält über eine Stiftung den Großteil der nicht frei handelbaren Aktien und bestimmt darüber die Zusammensetzung des Vorstandes.

Auch andere Milliardäre haben das Mediengeschäft für sich entdeckt. So kaufte der Amazon-Gründer Jeff Bezos im Jahr 2013 die "Washington Post". US-Starinvestor Warren Buffett hat ebenfalls in einige Zeitungen investiert.

mmq/dpa/Reuters
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