Glücksspielindustrie Casinobetreiber MGM Resorts entlässt 18.000 Mitarbeiter

Etwa ein Viertel der US-Mitarbeiter muss gehen: Der Casino-und Hotelkonzern leidet unter den weltweiten Reisebeschränkungen. Besonders hart trifft es Las Vegas.
Das Aria Resort & Casino von MGM in Las Vegas (Archiv)

Das Aria Resort & Casino von MGM in Las Vegas (Archiv)

Foto: Ethan Miller/ AFP

Der Casinobetreiber MGM Resorts will sich einem Zeitungsbericht zufolge in den USA von 18.000 bereits beurlaubten Mitarbeitern trennen. Das Unternehmen werde am Montag mit den Entlassungen beginnen, berichtete das "Wall Street Journal". 

Arbeitgeber seien gesetzlich verpflichtet, zwangsbeurlaubten Mitarbeitern einen Kündigungstermin zu nennen, wenn sie nicht nach sechs Monaten zur Arbeit zurückgerufen würden, schrieb CEO Bill Hornbuckle. "Leider ist der 31. August das Datum der Trennung von Tausenden Mitarbeitern von MGM Resorts, die wir nicht zurückholen konnten."

MGM Resorts habe mit einem Geschäftsrückgang durch die weltweiten Reisebeschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie zu kämpfen. Der Stellenabbau entspricht etwa einem Viertel der 68.000 US-Beschäftigten, die das Unternehmen vor der Pandemie hatte.

Die Kürzungen betreffen besonders die Glücksspielstadt Las Vegas: Während üblicherweise rund dreieinhalb Millionen Besucher jeden Monat die Stadt besuchen, waren es im April und Mai, als die Casinos verschlossen blieben, nur noch mehrere Tausend.

Nur die Hälfte der Casinokapazität erlaubt

MGM ist der größte Betreiber von Casinos am Las Vegas Strip - und kämpft seit Beginn der Wiedereröffnung im Juni darum, seine Räume und Casinos wieder zu füllen. Nur die Hälfte der Kapazität ist erlaubt, die Besucherzahl ist immerhin wieder auf 1,1 Millionen gestiegen . Ganz geschlossen bleiben allerdings noch zwei der MGM-Casinos, eins davon in Las Vegas und eins in New York. Das Unternehmen streicht daher auch Stellen im ganzen Land.

"Obwohl wir den Betrieb auf vielen unserer Grundstücke sicher wieder aufgenommen und Zehntausende unserer Kollegen wieder an ihren Arbeitsplatz zurückgebracht haben, ist unsere Branche - und unser Land - nach wie vor von der Pandemie betroffen, und wir haben unsere Betriebskapazität noch nicht wieder voll ausgeschöpft", sagte Hornbuckle in einem Memo an die Mitarbeiter.

MGM leidet auch an der geringen Auslastung seiner Hotels, auch aufgrund der fehlenden Kongressgäste: Die Hotels in Las Vegas seien nur zu 43 Prozent ausgelastet gewesen, weniger als die Hälfte im Vergleich zu vor einem Jahr. Entsprechend waren Zimmer in Hotels wie MGM Resorts' MGM Grand und Caesars Entertainments Paris für Dumpingpreise von weniger als 50 Dollar pro Nacht erhältlich.

caw/AFP/Reuters