Chef-Vertrag unterschrieben Forster wechselt zu indischem Autokonzern Tata

Carl-Peter Forster rückt an die Spitze von Tata Motors. Der bisherige Europa-Chef von General Motors hat nach Informationen von manager-magazin.de bereits seinen Vertrag bei dem Autokonzern unterschrieben. Seinen Job in Indien könnte er schon zum Jahresende antreten.

Wechsel nach Indien: Carl-Peter Forster wird Tata vom indischen Mumbai aus führen
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Wechsel nach Indien: Carl-Peter Forster wird Tata vom indischen Mumbai aus führen

Von Michael Freitag


Hamburg - Der ehemalige GM-Europa-Chef Forster hat bald einen neuen Job: Er wird künftig das Unternehmen Tata Motors vom indischen Mumbai aus führen. Das schreibt manager-magazin.de und beruft sich auf Detroiter Kreise. Forster hatte GM-Chef Fritz Henderson bereits vor einigen Monaten gesagt, er werde das Unternehmen verlassen. Die Entscheidung sei unabhängig davon, ob die GM-Tochter Opel verkauft werde oder nicht.

Forster wird nach Informationen von manager-magazin.de bei Tata sowohl die Pkw- als auch die Lkw-Sparte führen. Tata Motors Chart zeigen gehört zum Industriekonsortium des indischen Unternehmers Ratan Tata. Die Inder haben im Frühjahr 2008 die Ford-Töchter Jaguar und Land Rover übernommen. In Indien sorgte Tata vor allem mit dem Nano für Furore. Der Kleinstwagen soll künftig für weniger als 2000 Euro verkauft werden.

Forster war vor seinem Wechsel zu GM Vorstandsmitglied bei BMW Chart zeigen. In den vergangenen Monaten hatte er sich immer wieder dafür starkgemacht, dass GM Opel an den österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna Chart zeigen verkauft.



insgesamt 670 Beiträge
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ender, 07.11.2009
1.
Zitat von sysopNun doch weiter mit GM: das Tauziehen und die Verhandlungen um Opel eskalieren zu einem Debakel für die Bundesregierung. Wer trägt die Schuld an der neuerlichen Misere um Opel?
Wieso Debakel für die Bundesregierung? Die wurde doch gerade erst gewählt! Bis zur nächsten Wahl hat das Wahlvieh das doch längst vergessen. Selbst wenn schon in zwei Jahren wieder gewählt werden sollte. Das Gedächtnis der Wähler reicht nicht länger zurück als ein oder zwei Monate. ender
KarlKäfer, 07.11.2009
2.
Diese Frage dürfte längst beantwortet sein: Am 17.Oktober hatte Bundeswirtschaftsminister Karl Theodor zu Guttenberg auf Drängen von EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes einen Brief an GM-Boss Fritz Henderson geschrieben, in dem der Minister eine Erklärung des Unternehmens forderte, dass die Wahl des österreichisch-kanadischen Magna-Konzerns als Investor ohne politischen Druck erfolgt sei. Zuvor hatte jedoch Industriekommissar Günter Verheugen die Berliner Regierung davor gewarnt, diesen Brief zu schreiben. Das Papier böte den Amerikanern die Möglichkeit, den eigentlich längst zugunsten von Magna entschiedenen Fall noch einmal zu öffnen. Verheugens Kabinettschefin Petra Erler warnte hochrangige Beamte des Wirtschaftsministeriums vor einem "Spiel mit dem Feuer": Um die Bedenken von EU-Kommissarin Kroes auszuräumen, reiche eine öffentliche Erklärung Berlins, dass die Staatshilfe unabhängig von Standortzusagen gewährt worden seien. Inwieweit dieser Faux-Pas ein wirklicher Faux-Pas war, wäre diskussionswürdig.
Rainer Daeschler, 07.11.2009
3.
Zitat von sysopNun doch weiter mit GM: das Tauziehen und die Verhandlungen um Opel eskalieren zu einem Debakel für die Bundesregierung. Wer trägt die Schuld an der neuerlichen Misere um Opel?
Die Bundesregierung hat sich selber in diese missliche Lage gebracht, indem sie sich in etwas einmischte, was sie eigentlich nichts angeht. Die Bühneninszenierung einer schnellen Arbeitsplatzrettung vor dem Wahltermin ist misslungen. Die Misere bei Opel ist ein Problem der GM Konzernfamilie. Das lösen auch nicht deutsche Politiker, denen die Steuermilliarden locker sitzen.
Dietmar Stadler 07.11.2009
4.
Zitat von sysopNun doch weiter mit GM: das Tauziehen und die Verhandlungen um Opel eskalieren zu einem Debakel für die Bundesregierung. Wer trägt die Schuld an der neuerlichen Misere um Opel?
Meiner Meinung nach ist es eine Mischung aus a) traditioneller Scheckbuchdiplomatie deutscher Politiker, wenn es um politische wie wirtschaftliche Beziehungen zum Ausland geht, b) eine in höchstem Maße naiven Einstellung gegenüber Amerika, die sich in sonntagsredlichen Freundschaftsbekundungen aufs Ärgste zum Ausdruck bringt und c) dem gängigen und destruktiven EU-Politik-Sumpf
matthias schwalbe, 07.11.2009
5. Oder,oder,oder
Was für ein Debakel ist denn gemeint ? Oder ist gemeint-eine Diskussion um Halbwahrheiten,noch nicht beschlossene Wunschvorstellungen von Arbeitnehmern bei Opel ? Oder eine Erwartungshaltung von Politikern ? Oder will man-egal wer-in der "derzeitigen Zeit" ein marktwirtschaftliche Lösung nur verleugnen und verdrängen ? Oder sind "wir alle"einfach nicht mehr in der Lage unbequeme Tatsachen realistisch zu verarbeiten ?
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