Plus acht Prozent Autoabsatz in China steigt im Juli deutlich

Der für die deutschen Hersteller so wichtige chinesische Automarkt war in der Coronakrise heftig eingebrochen. Nun erholt er sich rasant.
VW-Wagen auf einem Parkplatz in Peking: Nach dem Corona-Einbruch liegen die Absatzzahlen seit drei Monaten in Folge über Vorjahr

VW-Wagen auf einem Parkplatz in Peking: Nach dem Corona-Einbruch liegen die Absatzzahlen seit drei Monaten in Folge über Vorjahr

Foto: GREG BAKER/ AFP

In China boomt der Autoabsatz: Laut dem Branchenverband CPCA (China Passenger Car Association) sind im Juli 1,63 Millionen Autos verkauft worden. Das ist ein Plus von fast acht Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das ist demnach der höchste Anstieg, seitdem der Absatz im Februar wegen der Corona-bedingten Beschränkungen um fast 80 Prozent eingebrochen war. Auch im Mai und Juni lagen die Absatzzahlen über Vorjahr.

Für deutsche Konzerne wie Volkswagen, BMW oder Daimler sind das gute Nachrichten. Der chinesische Automarkt ist für sie von immenser Bedeutung. Im Juli war mehr als jeder vierte verkaufte Neuwagen ein deutsches Fabrikat, wie CPCA mitteilte. Der Anteil lag bei rund 27 Prozent. Der Anteil der Oberklasselimousinen, eine Domäne der deutschen Hersteller in China, lag demnach bei über 30 Prozent.

"China ist die große Hoffnung der Automobilbranche", hatte jüngst Ferdinand Dudenhöffer, Direktor des Duisburger CAR-Center Automotive Research, dem SPIEGEL gesagt. "Amerika versinkt im Chaos, in Europa gibt es immer wieder Corona-Rückfälle. Aber Chinas Wirtschaft kommt am schnellsten aus der Krise. Sie wird in den nächsten Jahren noch einmal einen großen Sprung nach vorne machen."

Vergangene Woche hatte bereits der Herstellerverband CAAM (China Association of Automobile Manufacturers) positive Zahlen vermeldet: Demnach stieg im Juli der Absatz von Pkw und Nutzfahrzeugen von den Herstellern an die Händler im Jahresvergleich um knapp 15 Prozent auf 2,1 Millionen Fahrzeuge.

hej/dpa/AFP
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