Neuer Schwung Chinas Außenhandel legt deutlich zu

Chinas Wirtschaft stabilisiert sich offenbar. Die Exporte sind zu Jahresbeginn mit einem Plus von 7,9 Prozent überraschend kräftig gestiegen. Die Importe wuchsen sogar noch deutlicher.
Hafen von Qingdao

Hafen von Qingdao

Foto: Stringer/ dpa

Chinas Außenhandel ist dank der weltweit wieder höheren Nachfrage mit viel Schwung ins neue Jahr gestartet. Im Januar legten sowohl die Aus- als auch die Einfuhren deutlich stärker zu als von Experten erwartet. Der Export stieg im Vergleich zum Januar 2016 um 7,9 Prozent auf knapp 183 Milliarden Dollar, wie der Zoll in Peking mitteilte. Die Einfuhren legten sogar um 16,7 Prozent auf 131 Milliarden Dollar zu.

Der Handelsüberschuss lag damit bei 51,35 Milliarden Dollar. Auch im Handel mit dem für China wichtigsten Handelspartner USA, wo Präsident Donald Trump derzeit besonders genau auf die Handelsbilanz mit anderen Ländern schaut, stiegen die Exporte im Januar - um 6,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Importe stiegen mit einem Plus von 23,4 Prozent sogar noch stärker - das Handelsbilanzdefizit ging entsprechend leicht zurück.

Die Exporte sind ein Pfeiler der chinesischen Wirtschaft und der Wachstumsmotor des Landes. Noch Mitte Januar hatte China mit schwachen Zahlen für das vergangene Jahr Besorgnis hervorgerufen. Eine schwache Nachfrage weltweit hatte Chinas Exporte 2016 schrumpfen lassen. Die Ausfuhren der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft waren in der Landeswährung berechnet um 2,0 Prozent zurückgegangen. Allein im Dezember war der Wert der ins Ausland verkauften Waren in Dollar gerechnet um 6,1 Prozent geschrumpft. Die Importe hatten dagegen leicht zugenommen.

Zuletzt gab es aber vermehrt Signale, dass sich die nach den USA zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt stabilisiert. (Lesen Sie hier eine Analyse der chinesischen Wachstumszahlen.) Im vergangenen Jahr waren die Exporte noch um 7,7 Prozent und die Einfuhren um 5,5 Prozent gesunken.

nck/Reuters/AFP
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