Korruptionsverdacht Chef von Volkswagen-Partner in China festgenommen

China ermittelt gegen den Chef des chinesischen Volkswagen-Partners FAW. Der Top-Manager Xu Jianyi wurde festgenommen. Er muss sich "schwerwiegenden" Korruptionsvorwürfen stellen.

FAW-Chef Xu Jianyi: Unter Korruptionsverdacht
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FAW-Chef Xu Jianyi: Unter Korruptionsverdacht


Peking - Einer der wichtigsten chinesischen Manager ist ins Visier der Behörden geraten: Xu Jianyi, Chef des Volkswagen-Partnerunternehmens First Automotive Works (FAW), wurde von Chinas obersten Anti-Korruptions-Ermittlern festgenommen, wie die zuständige chinesische Disziplinarkommission mitteilte.

Der 61-Jährige stehe unter dem Verdacht, "schwerwiegend gegen die Parteidisziplin und Gesetze" verstoßen zu haben, heißt es. Mit dieser Formulierung werden in der Regel Korruptionsvorwürfe umschrieben. Weitere Einzelheiten zu den Verdachtsmomenten veröffentlichte die Behörde bislang nicht. FAW war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Die Ermittlungen leitet die mächtige Disziplinarkommission der Kommunistischen Partei. Erst nach Abschluss ihrer Untersuchungen werden die Fälle den Justizbehörden übergeben. Oft werden die Verdächtigten monatelang festgehalten.

Volkswagen in China muss - wie alle internationalen Automobilkonzerne - mit einem chinesischen Partner zusammenarbeiten. Die Korruptionsermittlungen bei dem Gemeinschaftsunternehmen FAW-Volkswagen laufen bereits seit dem vergangenen Jahr. FAW arbeitet in China auch mit Toyota und General Motors zusammen.

bos/dpa/Reuters

insgesamt 3 Beiträge
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ein-berliner 16.03.2015
1. Wetten dass?
Dieser Manager wird nicht erschossen. Nur die kleine Gauner hängt man.
foxstar 16.03.2015
2. Das bleibt abzuwarten,
kommt darauf an wem er wie ans Bein gepinkelt hat. Wenden Sie besser nicht Ihre westlichen Stereotypen an, die passen da nicht.
antilobby 17.03.2015
3.
Es ist normal in China, dass ein Wechsel in der Spitze der Politik nach einer Zeit Änderungen in Topmanagement der Staatsunternehmen nach sich ziehen.
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