Kurskorrektur China stützt Börse mit 440 Milliarden Euro

Der chinesische Staatshaushalt dient derzeit als eine Art Rückversicherung für Aktienkurse. Die milliardenschweren Ankäufe der Regierung stützen die Kurse derzeit so stark, dass Anleger gerne wieder einsteigen.
Börsentafel in Peking: Stützungsmaßnahmen zeigen Erfolg

Börsentafel in Peking: Stützungsmaßnahmen zeigen Erfolg

Foto: Rolex Dela Pena/ dpa

Wegen der Aussicht auf weitere Hilfen in Milliardenhöhe sind die Kurse an Chinas Börsen erneut kräftig gestiegen. Der Composite Index in Shanghai legte am Freitag um mehr als drei Prozent zu, der Component Index in Shenzhen kletterte bis Handelsschluss sogar um mehr als fünf Prozent.

Zuvor war bekannt geworden, dass dem staatlichen Kreditgeber China Securities Finance Corporation bis zu drei Billionen Yuan zur Stützung der Märkte zur Verfügung stehen. Das Geld kann Aktienhändlern in Form von Krediten überwiesen oder direkt zum Kauf von Wertpapieren genutzt werden, meldet die Nachrichtenagentur Bloomberg.

Chinas Börsen waren seit Mitte Juni innerhalb von drei Wochen um mehr als ein Drittel abgesackt. Wegen zahlreicher Stützungsmaßnahmen der Behörden und der Zentralbank erholten sich die Kurse in den vergangenen Tagen jedoch wieder kräftig. Allerdings sind noch immer Hunderte Aktien vom Handel ausgesetzt, weshalb sich laut Analysten ein verzerrtes Bild an den Märkten ergibt.

mik/dpa
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