Frachter aufgelaufen Chinesische Firma zahlt Millionen für Schäden am Great Barrier Reef

Vor gut sechs Jahren lief ein chinesischer Kohlefrachter auf dem Great Barrier Reef auf Grund und zerstörte Teile des Korallenriffs. Jetzt zahlt die chinesische Firma 26 Millionen Euro Schadensersatz an Australien.

Kohlefrachter "Shen Neng 1" auf dem Great Barrier Reef (Archiv)
Getty Images

Kohlefrachter "Shen Neng 1" auf dem Great Barrier Reef (Archiv)


Australien erhält von einer chinesischen Firma eine Millionenkompensation für die Schäden am Great Barrier Reef, die einer ihrer Kohlefrachter angerichtet hatte. Die Regierung und die Betreiber des Frachtschiffs hätten sich außergerichtlich auf eine Summe von gut 39 Millionen Australischen Dollar geeinigt, umgerechnet gut 26 Millionen Euro. Das teilte Australiens Umweltminister Josh Frydenberg mit.

Im April 2010 war der voll beladene Kohlefrachter "Shen Neng 1" jenseits seiner vorgeschriebenen Route auf dem weltberühmten Korallenriff bei Douglas Shoal auf Grund gelaufen. Neben auslaufendem Öl verursachte vor allem der Abtransport Verwüstungen: Der 225 Meter lange Frachter schrammte über das Unesco-Weltnaturerbe und zermalmte die Korallen.

Der Betreiber Shenzhen Energy Transport hatte sich jahrelang geweigert, Schadensersatz zu zahlen, mit der Begründung, dass sich das Korallenriff selbst heilen werde. Frydenberg zufolge soll das Geld ausreichen, um giftige Rückstände sowie Geröll am Riff zu entfernen und dessen natürliche Erholung wieder in Gang zu setzen.

nck/dpa

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