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28. Oktober 2014, 08:28 Uhr

Hochgeschwindigkeitszüge

Chinesische Zugbauer verhandeln über Fusion

China stärkt beim Bau von Zügen seine Schlagkraft gegen die Konzerne Siemens und Bombardier. Die Firmen CNR und CSR, die vor 14 Jahren aufgespalten wurden, sollen nun wieder zusammengeführt werden.

Shanghai - In China wollen sich zwei Zugbauer zusammenschließen, um gegen Rivalen wie Siemens oder Bombardier bestehen zu können. Die beiden staatlichen Firmen, China CNR und CSR, führten Fusionsgespräche, berichteten staatliche Medien am Dienstag. Die beiden Firmen reagierten auf Anfragen für eine Stellungnahme zunächst nicht. Zusammen kämen sie auf einen Jahresumsatz von umgerechnet 25,75 Milliarden Euro.

Mit dem Zusammenschluss solle die erbitterte Konkurrenz zwischen den beiden Firmen gestoppt werden, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua einen Experten. Zudem sollten sie chinesische Hochgeschwindigkeitszüge im Ausland vermarkten. China hat in weniger als zehn Jahren das weltweit längste Hochgeschwindigkeitsstreckennetz aufgebaut und möchte es gerne auch außerhalb Chinas verkaufen. Auf Geheiß der Regierung wurden CNR und CSR im Jahr 2000 aufgespalten, um den Wettbewerb anzuheizen.

Im Frühling hatten Siemens und der US-Konzern General Electric einen Bieterwettstreit um den französischen TGV-Hersteller Alstom geführt. An dem Geschäft mit den Hochgeschwindigkeitszügen war allerdings keiner von beiden interessiert. Am Ende stieg Frankreich selbst als Aktionär bei dem Traditionsunternehmen ein, das immer noch als Aushängeschild der französischen Industrie gepriesen wird.

mik/Reuters

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