Expertenprognose Chipmangel könnte Autohersteller noch länger verfolgen

Fehlende Halbleiter bremsen die deutsche Autoproduktion. Die Folgen dürften laut einer Analyse des Experten Ferdinand Dudenhöffer auch im kommenden Jahr noch spürbar sein.
Autoproduktion in Dresden

Autoproduktion in Dresden

Foto: Sebastian Kahnert / dpa

Die Autohersteller können die vom Halbleitermangel verursachte Absatzdelle nach Einschätzung eines Experten nur langsam überwinden. Auf dem deutschen Markt rechnet Ferdinand Dudenhöffer vom privaten Center Automotive Research (CAR) im laufenden Jahr mit einem Absatz von weniger als 2,7 Millionen Fahrzeugen, das wäre ein Rückgang von acht Prozent im Vergleich zum ohnehin schon schwachen Jahr 2020.

Erst in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres sei mit einem kräftigen zweistelligen Wachstum zu rechnen, wenn die Halbleiterkrise und mögliche Verwerfungen der vierten Covid-19-Welle überwunden seien. Dudenhöffer rechnet für das Gesamtjahr 2022 mit einem Wachstum um zehn Prozent auf 3,01 Millionen Einheiten.

Im weltweiten Vergleich seien der deutsche und der südkoreanische Markt besonders stark von dem Bauteilmangel getroffen worden, berichtet Dudenhöffer in seiner am Donnerstag veröffentlichten Analyse. Ein starkes Wachstum um 20 Prozent zeige hingegen im laufenden Jahr das wirtschaftlich aufstrebende Indien, das den deutschen Markt 2021 vom weltweiten Rang vier verdrängen werde.

Die größten Automärkte haben China, die USA und Japan. Nach CAR-Einschätzung werden auch 2023 mit rund 78,8 Millionen Autos weltweit immer noch weniger verkauft als im Vorkrisenjahr 2019.

dab/dpa
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